Eiskanal-Asse sprinten um Staatsmeistertitel

Innsbruck,
Mitten im Herzen von Österreichs größtem Multisport-Event sorgten die Bob- und Skeleton-Athlet:innen bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien für ein außergewöhnliches Wintersport-Spektakel bei sommerlichen Temperaturen. Auf der spektakulären Anschubbahn am Wiener Rathausplatz wurden die Österreichischen Staatsmeisterschaften im Anschub ausgetragen.
„Es ist großartig, unseren Sport mitten in die Stadt zu bringen. Die Menschen erleben hautnah, wie viel Explosivität, Technik und Athletik hinter Bob und Skeleton steckt. Gerade für eine Wintersportart ist das eine unbezahlbare Plattform im Sommer“, sagte Skeleton-Olympiasiegerin Janine Flock. Auch Anschub-Doppelweltmeisterin Katrin Beierl zeigte sich begeistert: „Die Sport Austria Finals bieten unserem Sport eine einzigartige Bühne. Es ist beeindruckend, wie viele Menschen hier stehen bleiben und sich für Bob und Skeleton begeistern. Und diese Kulisse ist einfach grandios.“
Skeleton-Asse zeigen ihre Sprintqualitäten
Im Skeleton der Damen setzte sich Julia Erlacher in einer Gesamtzeit von 6,15 Sekunden vor Sarah Baumgartner (6,43 Sekunden) und Anna Saulite (6,61 Sekunden) durch. Die Steirerin überzeugte mit Routine und ihrer starken Starttechnik. „Der Anschub liegt mir schon sehr. Da kann ich mich voll auf meine Stärke konzentrieren und muss nicht an die Fahrt im Eiskanal denken. Nach einer kleinen Verletzungspause bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden“, erklärte Erlacher.
Bei den Herren holte sich Alexander Schlintner in einer Gesamtzeit von 5,92 Sekunden den Staatsmeistertitel vor Samuel Maier (5,99 Sekunden) und Andreas Maier (6,44 Sekunden). Für den Niederösterreicher war der Erfolg nach einer schwierigen vergangenen Saison ein wichtiges Signal. „Nach dem letzten Winter hat dieser Sieg richtig gutgetan. Man arbeitet den ganzen Sommer hart und manchmal braucht man einfach so ein Erfolgserlebnis. Jetzt heißt es dranzubleiben und den Schwung mit in die neue Saison nehmen“, gab Schlintner einen Einblick.
Neue Siegesgesichter bei Bob-Bewerben
Auch im Bobbewerb wurde um jede Hundertstelsekunde gekämpft. Bei den Damen setzte sich Nicola Pichler, die die letzten beiden Jahre Rang zwei holte, in 7,20 Sekunden vor Lea Haslwanter (7,29 Sekunden) und Paula Stärz (7,79 Sekunden) durch. „Der Titel hat natürlich nicht denselben Stellenwert wie im Winter, aber er bestätigt, dass die Arbeit im Training stimmt. Das gibt Selbstvertrauen für die nächsten Monate. Und nach zwei zweiten Plätzen bin ich froh, dass ich mich heuer durchsetzen konnte“, sagte Pichler.
Bei den Herren ging der Staatsmeistertitel an Leo Sares. Der Aufsteiger des letzten Winters verwies in einer Zeit von 6,27 Sekunden Daiyehan Nichols-Bardi (6,40 Sekunden) und Jakob Mandlbauer (6,43 Sekunden) auf die Plätze zwei und drei. „Irgendwie habe ich mit dem Sieg heute gerechnet. Ich weiß auch, dass ich aktuell sehr schnell unterwegs bin. Bob macht einfach unglaublich viel Spaß – die Geschwindigkeit, das Teamgefühl und die Dynamik sind einzigartig“, freute sich Sares.
Vor zahlreichen Zuschauer:innen verwandelte sich der Rathausplatz damit einmal mehr in eine außergewöhnliche Wintersportarena mitten im Sommer. Der Österreichische Bob- und Skeletonverband nutzte die Bühne der Sport Austria Finals eindrucksvoll, um seinen Sport einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und Lust auf den bevorstehenden Olympiawinter zu machen.

