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Österreichischer Bob- und Skeletonverband

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Rückschlag gemeistert: Haslwanter will nächsten Karriereschritt setzen

Rückschlag gemeistert: Haslwanter will nächsten Karriereschritt setzen

Innsbruck, 

04. Mai 2026

Nach ihrer ersten kompletten Saison im Welt- und Europacup sowie der Teilnahme an den Olympischen Winterspielen Mailand Cortina 2026 zieht Bobpilotin Lea Haslwanter eine intensive und lehrreiche Bilanz. Die Tirolerin musste dabei nicht nur sportliche Herausforderungen meistern, sondern auch Rückschläge in der wettkampffreien Zeit verkraften – und geht gestärkt aus ihrer Premierensaison hervor.

Der Start in die Sommerpause verlief alles andere als ideal. Ein gebrochener Mittelfußknochen brachte die Pläne vor ein paar Wochen durcheinander. „Das war ganz blöd – ich bin daheim einfach die Stiege runtergelaufen, falsch aufgetreten und habe mir den Mittelfußknochen im linken Fuß gebrochen“, erzählt die 26-Jährige. Doch anstatt die Verletzung zum Problem werden zu lassen, setzte sie sofort gezielte Akzente: „Ich habe viel alternativ gearbeitet, vor allem im Wasser mit Sprints und am Rad. Dadurch konnte ich gut wieder einsteigen – mit Vorsicht, aber immer zielgerichtet.“

Gerade die Olympia-Qualifikation stellte in der vergangenen Saison eine besondere mentale Herausforderung dar. „Ich habe mir selbst ziemlich viel Druck gemacht. Dadurch sind manche Dinge nicht so aufgegangen, wie sie hätten können. Aber genau daraus lerne ich. Ich habe einiges mitgenommen, woran ich jetzt gezielt arbeiten werde.“

Der Lohn für diese Entwicklung folgte im Februar: die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen in Mailand Cortina – ein Meilenstein in ihrer noch jungen Karriere. „Dass ich es schlussendlich zu Olympia geschafft habe, war ein riesiges Ziel. Und als es dann wirklich Realität war, war das eine unglaublich schöne Erfahrung.“ Besonders das Umfeld beeindruckte die Tirolerin nachhaltig: „Das ganze Setting, die Atmosphäre – das ist einzigartig. Das motiviert auf jeden Fall für mehr.“

Neben dem Sport setzt Haslwanter auch abseits der Bahn auf Stabilität. Im Rahmen des Spitzensportprogramms Justiz Athleta absolviert sie aktuell eine Ausbildung, die sich optimal mit ihrer Karriere vereinbaren lässt. „Bei uns ist das wirklich super organisiert. Die Verantwortlichen stehen komplett hinter dem Sport und unterstützen uns, wo es nur geht“, betont sie. Diese Struktur gibt ihr die notwendige Planungssicherheit für die kommenden Jahre, zumindest bis Frühjahr 2028.

Der Blick richtet sich nun klar nach vorne. Sportlich liegt der Fokus auf der Weiterentwicklung – insbesondere in den entscheidenden Bereichen Anschub und Start. „Da gibt es immer etwas zu verbessern – das wird im Sommer ein großer Schwerpunkt sein“, sagt Haslwanter, die im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien im Juni am Wiener Rathausplatz ihren Anschub-Titel erneut verteidigen möchte. Gleichzeitig arbeitet sie gezielt an ihrer mentalen Stärke, um künftig mit Drucksituationen noch besser umgehen zu können.

Mit Blick auf die Olympischen Winterspiele 2030 in den Französischen Alpen ist die Motivation entsprechend groß. „Jetzt weiß ich, was mich erwartet – das hilft enorm. Für das nächste Mal bin ich dann auch rundherum besser vorbereitet.“

Die Richtung ist klar: Lea Haslwanter will sich Schritt für Schritt im internationalen Bobsport etablieren – mit den Erfahrungen ihrer ersten kompletten Saison im Rücken und dem klaren Ziel, bei den kommenden Großereignissen noch stärker aufzutreten.