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Österreichischer Bob- und Skeletonverband

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Maier richtet Blick nach vorne: „Alles auf 2030 ausgerichtet“

Maier richtet Blick nach vorne: „Alles auf 2030 ausgerichtet“

Innsbruck, 

28. April 2026

Nach einer intensiven Olympiasaison stellt sich Skeleton-Europameister von 2025 Samuel Maier neu auf. Mit klarer Zielsetzung Richtung Weltmeisterschaft 2027 in Lillehammer – und darüber hinaus auf die Olympischen Winterspielen 2030 – startet der Tiroler in einen neuen Vierjahreszyklus. Nach einer bewusst verlängerten Pause kehrt Maier nun Schritt für Schritt ins strukturierte Training zurück.

„Ich habe mir ganz bewusst Zeit genommen, um den Kopf freizubekommen und die Saison zu verarbeiten“, erklärt Maier. „Jetzt merke ich, dass die Motivation wieder da ist. Ich habe ein klares Commitment für die nächsten vier Jahre abgegeben – alles ist darauf ausgerichtet, 2030 das Maximum herauszuholen.“ Parallel dazu wurden im Hintergrund wichtige Weichen gestellt, etwa im Bereich Material und Trainingsstruktur. Auch die Zusammenarbeit mit dem Trainerteam bleibt ein zentraler Faktor.

Die vergangene Saison lieferte dabei wertvolle Erkenntnisse. „Die Verletzung war natürlich ein Einschnitt, aber wir konnten dadurch ein sehr gutes medizinisches Umfeld aufbauen. Das hilft uns jetzt enorm“, so Maier. Trotz schwieriger Umstände gelang es ihm, sich konstant auf hohem Niveau zu etablieren. „Ich habe gesehen, dass ich auch unter nicht perfekten Bedingungen konkurrenzfähig bin. Das gibt Selbstvertrauen.“

Mit Blick auf die kommenden Monate steht vor allem eines im Fokus: Feinschliff statt Umbruch. „Wir haben uns in den letzten Jahren eine funktionierende Basis aufgebaut – technisch und athletisch. Jetzt geht es darum, Details zu optimieren“, betont Österreichs Skeleton-Aushängeschild. Auch beim Material will Maier neue Wege testen: „Wir werden die Zeit nutzen, um vielleicht individuell noch etwas herauszuholen. Am Ende entscheiden oft Kleinigkeiten.“

Ein zentraler Punkt in der Vorbereitung ist zudem die Abstimmung im Trainer- und Betreuerteam. Gerade im athletischen Bereich könnten Veränderungen anstehen, die es gut zu integrieren gilt. „Ein Trainerwechsel bringt immer neue Impulse, aber auch Anpassungen. Entscheidend ist die Kommunikation – dass man sich versteht und gemeinsam in die gleiche Richtung arbeitet“, sagt der 26-Jährige. Nach den grundlegenden Umstellungen der vergangenen Jahre gehe es nun vor allem darum, Bestehendes weiterzuentwickeln und gezielt zu verfeinern.

Ein erstes großes Zwischenziel ist die Weltmeisterschaft 2027 in Lillehammer – ausgerechnet auf jener Bahn, auf der Maier 2025 Europameister wurde. „Das ist eine meiner Lieblingsbahnen, dort habe ich meine größten Erfolge gefeiert. Natürlich motiviert das enorm“, sagt der zweifache Olympiateilnehmer. Gleichzeitig weiß er, worauf es ankommt: „Ich möchte jetzt vor allem gesund und mit einem guten Gefühl ins Training starten. Alles andere baut darauf auf.“

Mit einem eingespielten Umfeld, klaren Zielen und wachsender Erfahrung blickt Samuel Maier optimistisch in die Zukunft. Gleichzeitig ist der Platz in der Weltspitze auch abseits des Eiskanals eine Herausforderung: Um das volle Potenzial ausschöpfen zu können, ist der 26-jährige Tiroler auf der Suche nach zusätzlichen starken Partnern, die ihn auf seinem Weg begleiten. Der Fokus bleibt dennoch klar nach vorne gerichtet – mit Lillehammer als Etappenziel und 2030 als große Vision.

Sein Motto für den neuen Olympiazyklus: „Mit voller Geschwindigkeit bis 2030.“