Beierl wird Vize-Vorsitzende der ÖOC-Athlet:innenkommission
Innsbruck,
Mit der konstituierenden Sitzung hat die neu gewählte Athlet:innenkommission des Österreichischen Olympischen Comité (ÖOC) offiziell ihre Arbeit aufgenommen. Die sieben Mitglieder des zentralen Vertretungsgremiums der heimischen Olympia-Sportler:innen kamen erstmals in ihrer neuen Konstellation zusammen, vier davon persönlich in Wien, drei weitere per Videoschaltung.
Im Rahmen der Sitzung wurde Judoka Magdalena Krssakova zur Vorsitzenden der ÖOC-Athlet:innenkommission gewählt. Ihre Stellvertreterin ist Bob-Pilotin Katrin Beierl. Neben Krssakova und Beierl nahmen auch Ruderin Magdalena Lobnig und Eisschnellläuferin Vanessa Herzog vor Ort teil, der zweifache Snowboardcross-Olympiasieger Alessandro Hämmerle, Snowboarder Alexander Payer und Schwimmer Felix Auböck waren digital zugeschaltet.
Mit der konstituierenden Sitzung begann die inhaltliche Arbeit des Gremiums, das die Interessen der österreichischen Olympia-Teilnehmer:innen bündelt und mit Sitz und Stimme im ÖOC-Vorstand sowie zwei Stimmen in der Hauptversammlung aktiv in Entscheidungsprozesse eingebunden ist.
Starke Stimme für Olympia-Athlet:innen
ÖOC-Präsident Horst Nussbaumer sieht in der Wahl der ÖOC-Athlet:innenvertreterin nach der Neuwahl der Athlet:innenkommission einen nächsten wichtigen Schritt: „Die aktive Vertretung der ÖOC-Athlet:innen ist von essentieller Bedeutung für unsere Arbeit als Olympisches Comité. Ich bedanke mich beim bisherigen Vorsitzenden Matthias Guggenberger für dessen hervorragende Arbeit und heiße die neu gewählte Vorsitzende herzlich willkommen. Ich freue mich auf die gute Zusammenarbeit im Vorstand des ÖOC. Mit der ersten Sitzung der Athlet:innenkommission wurde sichtbar, was modere Athlet:innenvertretung ausmacht: Mitgestaltung, Verantwortung und Partnerschaft. Unsere Arbeit für alle Athlet:innen wird damit weiter gestärkt. Dass mit Magdalena Krsskova und ihrer Stellvertreterin Katrin Beierl zwei erfahrene und mündige Olympiaathletinnen den Vorsitz übernehmen freut mich besonders. Die neu gewählte Athlet:innenkommission vereint hohe Kompetenz, olympische Erfahrung, Verantwortungsbewusstsein und große Glaubwürdigkeit und soll sich mit ihren Themen aktiv einbringen.“
Auch ÖOC-Generalsekretär Florian Gosch betont die Bedeutung des Gremiums als aktiver Partner in der Olympischen Bewegung: „Die Perspektive der Athlet:innen ist unverzichtbar für moderne Verbandsarbeit. Es geht nicht nur darum, Anliegen aufzunehmen, sondern gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Genau diesen Spirit haben wir in der konstituierenden Sitzung gespürt. Die neue Athlet:innenkommission bringt enorme Erfahrung aus Sommer- und Wintersport mit und wird ein wichtiger Impulsgeber für diesen Olympia-Zyklus sein. Diese Zusammenarbeit mit Athlet:innen für Athlet:innen ist ein starkes Signal.“
Zentrale Schwerpunkte definiert
Inhaltlich wurden bei der Auftaktsitzung bereits erste zentrale Schwerpunkte für die künftige Arbeit definiert. Dazu zählen die Weiterentwicklung der Trainingsumfelder nach dem Vorbild der Olympiazentren Austria, ein enger Austausch unter den Athlet:innen sowie die Interessenvertretung in sportpolitischen Fragen.
Die Vielfalt der Kommission mit Vertreter:innen aus Sommer- und Wintersport wird dabei als besondere Stärke gesehen. Nach der Wahl im März bildet das siebenköpfige Gremium eine hochkarätige und breit aufgestellte Athlet:innenvertretung des ÖOC.
Krssakova an der Spitze
Mit Magdalena Krssakova übernimmt eine Athletin den Vorsitz, die Olympia nicht nur aus eigener Erfahrung kennt, sondern sich seit Jahren in der Interessenvertretung engagiert. Die 32-jährige Sportsoldatin, Olympia-Teilnehmerin von Tokio 2021 und seit damals Mitglied der ÖOC-Athlet:innenkommission, war bereits bisher in der Athlet:innenvertretung aktiv und bringt zudem Erfahrung aus verschiedenen Funktionen im Österreichischen Judoverband mit.
Nach 650 Tagen Verletzungspause und ihrem sportlichen Comeback Anfang März beim Heim-Grand Prix in Linz richtet Krssakova den Blick nun nicht nur auf ihren nächsten Start bei den European Open in Benidorm (ESP), sondern auch auf ihre neue ehrenamtliche Aufgabe: „Wir haben im Judoverband einen sehr guten Austausch zwischen den Aktiven und dem Vorstand. Unsere Anliegen und Wünsche werden gehört. Seit den Olympischen Spielen 2021 in Tokio bin ich Mitglied der ÖOC-Athlet:innenkommission und stellvertretende Vorsitzende. Es macht mir Spaß, die Interessen von uns Sportler:innen zu vertreten. Dass ich jetzt zur Vorsitzenden der ÖOC-Athletinnenkommission gewählt wurde, ehrt mich. Wir sind sieben Top-Athlet:innen aus Sommer- und Wintersport, die sich gemeinsam für die Anliegen aller Olympia-Teilnehmer:innen stark machen werden. Es geht darum, Trainingsbedingungen laufend zu verbessern, den Austausch untereinander hochzuhalten und Themen anzusprechen, die Athlet:innen wirklich bewegen.“
Besonders wichtig sei ihr auch die persönliche Dimension des Engagements: „Olympia hat für mich einen unglaublich hohen Stellenwert. Die Teilnahme an den Spielen war ein Meilenstein in meinem Leben. Mit meiner Arbeit in der Athlet:innenkommission möchte ich der rot-weiß-roten Olympia-Familie auch etwas zurückgeben. Es soll für unsere Athlet:innen spürbar sein, dass hinter ihnen ein starkes System steht und ihre Stimme gehört wird. Wenn wir gemeinsam etwas bewegen können, dann ist das sehr wertvoll.“
Impulse für den Olympia-Zyklus
Mit der konstituierenden Sitzung setzt das ÖOC seinen Weg der gelebten Mitbestimmung fort, um aktive Athlet:innen noch stärker in strategische Entwicklungen einzubinden. Die Athlet:innenkommission soll dabei nicht nur Interessenvertretung sein, sondern auch Impulsgeberin für Themen, die den österreichischen Spitzensport in Richtung Los Angeles 2028 und darüber hinaus prägen. Der nächste Schritt folgt bereits in den kommenden Monaten mit weiteren Arbeitssitzungen und ersten konkreten Projekten.
Die ÖOC-Athlet:innenkommission im Überblick:
Sommersport
- Felix Auböck (Schwimmen)
- Magdalena Krssakova (Judo), Vorsitzende
- Magdalena Lobnig (Rudern)
Wintersport
- Katrin Beierl (Bob), Vorsitz-Stellvertreterin
- Alessandro Hämmerle (Snowboardcross)
- Vanessa Herzog (Eisschnelllauf)
- Alexander Payer (Snowboard Alpin)