Flock bei Medaillenparty mittendrin statt nur dabei
Innsbruck,
Der Landestheater-Vorplatz in Innsbruck wurde am Montagabend zur großen Bühne für Österreichs erfolgreiches Olympic Team Austria. Tausende Fans bereiteten den Medaillengewinner:innen der Olympischen Winterspiele Mailand Cortina 2026 einen begeisternden Empfang. Fünfmal Gold, achtmal Silber, fünfmal Bronze – dazu 58 Diplom-Platzierungen und 77 Top-10-Ergebnisse: Die Spiele von Mailand Cortina gehen als viertbeste Winterspiele in die Geschichte des Österreichischen Olympischen Comités ein.
Von den 22 Medaillengewinner:innen waren nahezu alle am Landestheater-Vorplatz vertreten, lediglich Conny Hütter und Stefan Rettenegger fehlten krankheitsbedingt. Janine Flock und Alessandro Hämmerle waren direkt von der Schlussfeier nach Innsbruck angereist. Dort hatten sie am Sonntagabend in der Arena di Verona als Fahnen-Duo das Olympic Team Austria angeführt – ein emotionaler Schlusspunkt unter Spielen, die sportlich wie atmosphärisch in Erinnerung bleiben werden.
Für olympisches Edelmetall gab es vom ÖOC die Medaillenprämie in Form von Philharmoniker-Goldmünzen, der wohl schönsten österreichischen Währung powered by Münze Österreich. Für Gold 20.000€, für Silber 17.000€ und für Bronze 14.000€.
Der Abend der Medaillenfeier stand auch im Zeichen eines besonderen Jubiläums: 50 Jahre Olympische Winterspiele 1976 in Innsbruck. Die zweimalige Olympiastadt schlug damit eine emotionale Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. In einer Videobotschaft gratulierte IOC-Präsidentin Kirsty Coventry und erinnerte an das Erbe der Tiroler Olympiageschichte.
Die Verbindung zwischen Historie und Gegenwart spiegelte sich auch in der Kulisse wider: Das Zusammenspiel aus Bühne am Landestheater-Vorplatz, Haus der Musik und Tiroler Landestheater machte den Abend zu einem starken Zeichen des Mottos: Kultur trifft Sport.
Im Goldenen Buch verewigt
Bereits vor Beginn der Feierlichkeiten trugen sich alle Medaillengewinner:innen in das Goldene Buch der Stadt Innsbruck ein – ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung und ein Moment, der bleibt. Die offizielle Lotterien Medaillenfeier wurde dann 90 Minuten lang live in ORF 1 übertragen. Karina Toth und Lukas Schweighofer führten durch den Abend. Zuvor sorgte ein Ö3-DJ-Warm-up für Stimmung, ehe die ORF-Live-Moderation übernahm.
Im Rahmen dieser zog ÖOC-Präsident Horst Nussbaumer, der für die Winterspiele exakt 18 Medaillen als Ziel ausgegeben hatte, eine positive Bilanz: „Ich bin wirklich sehr zufrieden. Einerseits mit der Medaillenausbeute, andererseits ist mit Blick auf die zahlreichen Spitzenplätze die enorme Breite des Teams hervorzuheben.“
ÖOC-Generalsekretär Florian Gosch resümierte: „Mit 18 Medaillen können wir eine sehr positive Bilanz ziehen.“ Gleichzeitig verwies er auf die starke Unterstützung durch Fans, Familien und Freund:innen sowie auf den professionellen Hintergrund, der diese Leistungen ermöglicht habe.
Olympic Team Austria als große Vorbilder
Vizekanzler und Sportminister Andreas Babler, der auch selbst bei den Olympischen Winterspielen vor Ort war, unterstrich die gesellschaftliche Bedeutung des Erfolgs: „Es braucht Vorbilder – und genau hier entstehen diese Bilder und Geschichten, die Kinder und Jugendliche inspirieren. Aber vor allem danke ich jenen, die sonst nie auf der großen Bühne stehen. Ohne euch würde das alles nicht möglich sein.“
Bundesministerin für Europa, Integration und Familie Claudia Bauer gratulierte dem Team und betonte: „Diese Erfolge zeigen, was möglich ist, wenn Talent, Disziplin und Zusammenhalt aufeinandertreffen. Unsere Athletinnen und Athleten sind starke Vorbilder für junge Menschen in ganz Österreich. Sport verbindet Generationen, Regionen und Lebensrealitäten – und genau das macht solche Abende so besonders.“
Die Bedeutung der Leistungen der Olympionik:innen strich auch Tirols Landeshauptmann Anton Mattle hervor: „Österreich, Tirol und Innsbruck sind stolz auf unsere erfolgreichen Athletinnen und Athleten. Die Olympischen Winterspiele waren wieder von Emotion, Zusammenhalt und Ehrgeiz geprägt. Die Medaillen sind das Ergebnis von Talent, harter Arbeit und starkem Teamgeist. Diese Erfolge begeistern ganz Tirol und zeigen insbesondere, welche Kraft im Wintersportland Tirol steckt. Herzliche Gratulation allen Medaillengewinnern!“
Große Bühne für die Sporthauptstadt Innsbruck
Bürgermeister Johannes Anzengruber verweist auf die enge Verbindung zwischen den Erfolgen und der Sportstadt Innsbruck: „Innsbruck ist eine Stadt des Sports. Viele unserer erfolgreichen Athletinnen und Athleten trainieren auf Anlagen in unserer Stadt. Besonders in Disziplinen wie Skeleton, Rodeln, Nordische Kombination oder Skispringen zeigt sich, wie wichtig unsere Infrastruktur für internationale Spitzenleistungen ist. Dass sich die Medaillengewinnerinnen und Medaillengewinner zudem in das Goldene Buch der Stadt eintragen, ist ein starkes Zeichen der Wertschätzung und ein bleibender Moment in unserer Stadtgeschichte.“
Anschließend gehörte die große Bühne Österreichs erfolgreichen Sportler:innen. Skeleton-Olympiasiegerin Janine Flock, die in Cortina ihre Karriere gekrönt hat, sagte: „Als Tirolerin hier vor so vielen Menschen zu stehen und diese Energie zu spüren, ist etwas ganz Besonderes. Innsbruck und Olympia – das gehört einfach zusammen.“
Snowboard-Olympiasieger Benjamin Karl, Wahl-Tiroler und mit 40 Jahren und 115 Tagen ältester Einzel-Olympiasieger bei Winterspielen, ergänzte: „Olympia is coming home – das fühlt sich hier wirklich so an. Diese Kulisse, diese Begeisterung, das ist Gänsehaut. Dafür trainiert man sein ganzes Leben.“
Mit diesem Abend wurde klar: 50 Jahre nach 1976 lebt der olympische Geist in Innsbruck weiter – und das Olympic Team Austria hat ein weiteres Kapitel dieser Geschichte geschrieben.