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Österreichischer Bob- und Skeletonverband

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Treichl zur Halbzeit in den Top Ten, Mandlbauer nach Sturz im Krankenhaus

Treichl zur Halbzeit in den Top Ten, Mandlbauer nach Sturz im Krankenhaus

Innsbruck, 

21. Februar 2026

Der Viererbob der Herren ist am Samstagvormittag im Cortina Sliding Centre mit den ersten beiden von insgesamt vier Läufen eröffnet worden. Für Österreich gingen Markus Treichl und Jakob Mandlbauer mit ihren Teams an den Start – und erlebten einen Auftakt mit völlig unterschiedlichen Vorzeichen. Während Treichl nach zwei Läufen auf Rang 10 liegt, kam Jakob Mandlbauer im zweiten Lauf zu Sturz und wurde zu weiteren Untersuchungen ins Krankenhaus Codovilla gebracht.

Markus Treichl erwischte mit der drittbesten Startzeit einen nahezu perfekten Start. Doch gleich vor Kurve eins passierte es: ein kleiner Lenkfehler, ein paar Zentimeter zu weit links, hinein in die in die Bande – und der Schlitten brach aus. „Nach dem Start bin ich ein bisschen zu weit links gefahren und dann in Bande hinein. Das kostete unglaublich viel Zeit. Wir waren dann halt weit weg. Es war für uns alle ein richtig bitterer Moment“, erklärte Treichl nach den beiden Durchgängen.

Mit Sascha Stepan, Markus Sammer und Kristian Huber im Schlitten landete der Tiroler nach Lauf eins nur auf Rang zwölf. Im zweiten Lauf dann die erste Reaktion: sauberer Start mit der viertbesten Zeit, solide Fahrt auf Rang zehn (+1,09 Sekunde). „Wir haben nach dem ersten Lauf gesagt: nochmal Vollgas, wir wollten noch einmal voll angreifen“, so Treichl. Die Marschrichtung für die entscheidenden beiden Läufe am Sonntag ist klar: „Ich bin mir zuversichtlich, dass wir morgen noch ein paar Plätze gutmachen, auch wenn beim zweiten Run noch weitere Luft nach oben ist.“

Was der Fehler gekostet hat? „Ein paar Zehntel“, meint der 32-Jährige. Vielleicht sogar den Kampf um das Medaillenrennen. Doch im Eiskanal zählt kein Konjunktiv – nur der nächste Lauf.

Mandlbauer: Sturz in Kurve neun

Deutlich bitterer verlief der Arbeitstag für Jakob Mandlbauer. Schon im ersten Durchgang hatte der Steirer mit Sebastian Mitterer, Daiyehan Nichols-Bardi und Daniel Bertschler Probleme. Im zweiten Lauf kam dann der Schreckmoment: Sturz nach Kurve neun – ausgerechnet dort, wo er im Training schon einmal zu Sturz kam. Mandlbauer wurde nach dem Sturz von Dr. Bernhard Unterkofler, Chief Medical des ÖOC, noch an der Unfallstelle betreut und für weitere Untersuchungen ins Krankenhaus Codovilla gebracht. Der 27-Jährige war ansprechbar, konnte alles bewegen und ist stabil.

Anschieber Daniel Bertschler schildet die Situation so: „Es war wieder in Kurve neun, da sind wir im Training schon mal gestürzt. Die Einfahrt war nicht perfekt, dadurch war hinten raus nicht mehr viel zu machen. Wir waren froh, dass der ÖOC-Arzt gleich zur Stelle war und sich um uns gekümmert hat."

An der Spitze liefert sich die drei deutschen Teams, wie erwartet, ein Duell auf höchstem Niveau: Zweierbob-Olympiasieger Johannes Lochner führt nach zwei Läufen, 0,43 Sekunden vor Dauerrivalen Francesco Friedrich und 0,59 Sekunden vor Adam Ammour.