Beierl/Williams zünden Startturbo
Innsbruck,
Beim Zweierbob-Bewerb der Damen bei den Olympischen Winterspielen Mailand Cortina 2026 sind am Freitagabend im Cortina Sliding Centre die ersten beiden von insgesamt vier Läufen über die Bühne gegangen. Die Medaillenentscheidung fällt am Samstagabend mit den Läufen drei und vier. Katrin Beierl und Christania Williams liegen zur Halbzeit auf Rang acht, Lea Haslwanter und Victoria Festin bei ihrem Olympia-Debüt auf Platz 24. In Führung befinden sich die Deutschen Laura Nolte und Deborah Levi.
Für Beierl/Williams ist zur Halbzeit noch vieles möglich. Nach Rang neun im ersten Lauf verbesserten sie sich im zweiten Durchgang um eine Position. Der Rückstand auf die Spitze beträgt 1,02 Sekunden, auf Platz sechs fehlen lediglich 0,12 Sekunden – auf dieser anspruchsvollen Bahn ein absolut aufholbarer Abstand.
Bemerkenswert ist vor allem der Start: Mit der dritt- und fünftschnellsten Anschubzeit unterstrichen die beiden ihre Explosivität – und das knapp drei Wochen nach Beierls Mittelfußknochenbruch. „Der Start ist unglaublich. Es ist die dritte Startzeit bei Olympischen Spielen. Überhaupt zu gehen ist brutal. Mit einem gebrochenen Fuß noch brutaler“, verrät die Niederösterreicherin.
Ganz zufrieden ist sie mit den Fahrten dennoch nicht. Ein Fehler aus Kurve 11 hinaus kostete Geschwindigkeit für den unteren Abschnitt. „Die Fahrten waren nicht perfekt. Die hätte es gebraucht, um noch weiter vorne reinzufahren.“ Dennoch bleibt sie kämpferisch: „Zwölf Hundertstel in zwei Läufen sind auf dieser Bahn nix.“ Für Samstag ist klar: Angriff.
Haslwanter mit Olympia-Debüt zufrieden
Lea Haslwanter und Victoria Festin belegen bei ihrem Olympia-Debüt nach zwei Läufen Rang 24 (+2,37 Sekunden). Auf Platz 20 – und damit die Qualifikation für den vierten Lauf – fehlen 0,31 Sekunden. Haslwanter zeigt sich dennoch zufrieden: „Mit den Läufen selber eigentlich relativ zufrieden. Eins auf zwei muss ich noch ein bisschen was fixen.“ Vor allem im unteren Teil der Bahn sieht sie noch Verbesserungspotenzial. „Wenn ich morgen noch einmal so fahre und hoffentlich die Eins und Zwei besser treffe, ist durchaus noch was möglich.“ Sie will die Chance aus eigener Kraft nutzen und nicht auf Fehler der Konkurrenz hoffen.
An der Spitze setzte sich Laura Nolte mit Deborah Levi in einer Gesamtzeit von 1:53,93 Minuten an die Spitze. Nach Platz zwei im ersten Lauf übernahmen die Deutschen die Führung. Dahinter liegen ihre Teamkolleginnen Lisa Buckwitz und Neele Schuten mit 0,18 Sekunden Rückstand. Die US-Amerikanerinnen Kaillie Humphries und Jasmine Jones, nach dem ersten Lauf noch vorne, rangieren mit 0,23 Sekunden Rückstand auf Rang drei. Die Abstände an der Spitze sind eng – kleine Fehler entscheiden.