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Österreichischer Bob- und Skeletonverband

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Beierl im Monobob zurück auf Eis

Beierl im Monobob zurück auf Eis

Innsbruck, 

04. Februar 2026

Nach einer erfolgreichen Bahnbegehung am Dienstagnachmittag wurde es am Mittwoch erstmals ernst. Beim freien Training im Cortina Sliding Center sammelten Österreichs Bob-Asse im olympischen Eiskanal weitere wertvolle Erfahrungswerte im Hinblick auf die Olympischen Winterspiele Mailand Cortina 2026. Im Mittelpunkt stand dabei Katrin Beierl, die sieben Tage nach ihrer Operation im Monobob zwei Trainingsläufe unter besonderen Vorzeichen absolvierte. 

Die ersten beiden Trainingsläufe am Mittwoch absolvierte die Niederösterreicherin planmäßig sitzend, beim Start wurde sie noch von einem Betreuer angeschoben. „Ich wollte diese Trainingsfahrten auf keinen Fall verpassen, wollte diese beiden Läufe einfach haben – zum Üben und für den Kopf. Gerade im freien Training ist das noch erlaubt, und für mich war es einfach wichtig, die Bahn zu spüren und ein Gefühl für die Gegebenheiten zu bekommen – auch wenn ich noch nicht normal starten kann. Wir versuchen, dem Fuß in der jetzigen Phase noch so viel Ruhe wie möglich zu geben“, erklärt die 32-Jährige.

Und so saß Beierl nun wieder im Monobob, der Fuß sorgfältig getaped, beim Fahren schmerzfrei. Genau dort liegt aktuell die größte Herausforderung: weniger körperlich, mehr mental. „Der Knochen hält, es sind kaum Schmerzen da. Aber der Kopf lässt mich noch nicht voll draufsteigen. Das Gute: Ich habe ja noch einige Tage Zeit. Ich bin sehr zuversichtlich, dass das bis zum Bewerb passen wird.“ Schritt für Schritt lautet weiterhin die Devise.

Am Donnerstagfrüh wird Beierl noch zwei weitere Trainingsläufe absolvieren, ehe das gesamte österreichische Bob-Team noch einmal für den letzten Feinschliff nach Hause reist. Ebenfalls am Donnerstag werden die Nähte entfernt, danach stehen für Beierl Therapie, Training und erstmals auch Wassereinheiten am Programm, um wieder die nötige Frequenz hineinzubringen. Die offiziellen Bob-Trainings sind für 12. bis 14. Februar angesetzt – dort muss die Niederösterreicherin den Start dann wieder selbst bewerkstelligen.

Auch sportlich hat es die neue Bahn in sich. Der obere Teil mit den Kurven eins bis vier gilt als technisch extrem anspruchsvoll, die Passagen verlangen absolute Präzision. „Das kommt mir sogar entgegen. Wenn es nur um den Start gehen würde, hätte ich es schwerer. Wichtig ist, dass man von Beginn an Tempo aufbaut. Das ist aber im Monobob speziell im oberen Teil eine große Challenge“, beschreibt Beierl.

Teamkollegin Lea Haslwanter absolvierte ihre Trainingsläufe im Zweierbob gemeinsam mit Victoria Festin. Bei den Männern gingen im Zweierbob Markus Treichl mit Daniel Bertschler sowie Jakob Mandlbauer mit Daiyehan Nichols-Bardi an den Start und sammelten ebenso wertvolle erste Eindrücke im olympischen Eiskanal.

Am Ende dieses ersten Trainingstages blieb vor allem ein Eindruck hängen: Cortina fordert – sportlich wie mental. Und Katrin Beierl hat gezeigt, dass sie bereit ist, diese Herausforderung anzunehmen. Mit Schraube im Fuß, aber ohne Zweifel im Kopf, dass der Weg geplant weitergeht.