Erster Eindruck: Überwältigend!
Innsbruck,
Mitten im winterlichen Postkartenpanorama der Dolomiten haben Österreichs Skeleton-Asse ihre olympische Mission begonnen. Als erste rot-weiß-rote Athlet:innen sind Janine Flock, Samuel Maier und Florian Auer in Cortina angekommen – und waren vom ersten Moment an begeistert. „Es ist wunderschön hier, ein richtiges Winterwonderland“, strahlt die zweifache Saisonsiegerin Flock. „Das ÖOC hat sich sichtlich sehr bemüht, dass wir uns wohl fühlen.“
Von der Anreise bis hin zum Einzug ins Olympische Dorf habe alles reibungslos funktioniert, so Flock. „Ich bin von Innsbruck in nur zweieinhalb Stunden hier gewesen. Mein Toyota hat mich super hierher chauffiert. So eine lässige Anreise zu Olympischen Winterspielen hatte ich noch nie.“
„DIE BAHN MAG MICH AUCH“
Ähnlich angetan zeigt sich Samuel Maier. Der Ex-Europameister, der in dieser Weltcup-Saison auf dem neu errichteten Eiskanal in Cortina bereits Zweiter wurde, geriet bei seiner Ankunft ins Staunen: „Es ist mega. Wir sind den ganzen Winter unterwegs – aber so viel Schnee habe ich heuer noch nirgends gesehen.“ Nun stehe zunächst die Akklimatisierung im Vordergrund. Am Dienstag findet im Cortina Sliding Center die Bahnbegehung, am Mittwoch die erste Trainingsfahrt statt.
Besondere Vorfreude auf jene versprüht Flock. Die Weltcuprekordlerin kehrt erstmals seit ihrem Trainings-Crash Anfang Jänner und ihrem anschließenden einzigen Weltcup-Ergebnis außerhalb der Top-5 in St. Moritz aufs Eis zurück. „Ich fühle mich körperlich wieder topfit und freue mich, endlich wieder die Bahn herunterzurasen.“ Eine Bahn, auf der bereits beim Weltcup im November der Funke übergesprungen sei. Selbiges auch bei Maier: „Ich mag die Bahn. Und ich denke, die Bahn mag mich auch.“
„EIN GANZ BESONDERES PLATZERL"
Während Flock und Maier in Cortina Medaillen anvisieren, war für Auer bereits die erstmalige Olympia-Qualifikation ein Riesenerfolg. „Ich bin unglaublich stolz, hier dabei zu sein. Ich arbeite nebenbei als Dachspengler und kann erst nach der Arbeit trainieren“, sagt der 31-Jährige und fügt scherzhaft hinzu: „Dafür habe ich im Sommer immer eine gute Farbe.“
Der erste olympische Eindruck: Überwältigend! „Das Ambiente in Cortina ist ein Traum. Es ist ein ganz besonderes Platzerl – auf der Welt und in meinem Herzen.“