Europacup-Premierensieg für Sarah Baumgartner
Innsbruck,
Sarah Baumgartner hat am Mittwoch in St. Moritz-Celerina ihren ersten Sieg im Skeleton-Europacup gefeiert. Die 18-jährige Salzburgerin dominierte das Rennen mit zweimaliger Laufbestzeit in gesamt 2:20,96 Minuten. Damit ließ die ehemalige Stabhochspringerin auf der traditionsreichen Natureisbahn im Schweizer Engadin die gesamte Konkurrenz hinter sich.
„Mega, ich kann es gar nicht beschreiben, wie ich mich freue. Noch dazu auf dieser Bahn, wo ich im Vorjahr bei der Jugend-WM Bronze gewonnen habe. Es ist ein ganz anderes Gefühl auf diesem Natureis zu fahren, es ist so leise, dass du den Wind in den Bäumen hörst“, sagte die Siegerin nach dem Rennen. Dass sie ganz oben stehen würde, habe sie selbst nicht erwartet: „Ich hatte nach den Trainings ein gutes Gefühl, aber dass ich hier gewinne, hätte ich nie gedacht.“
Für das österreichische Team von Europacup-Coach Agathe Bessard gab es noch ein weiteres Top-Ergebnis: Anna Saulite belegte Platz acht (+1,50 Sekunden). In der Europacupgesamtwertung wurde Saulite Zehnte (368 Punkte nach 8 Rennen), gefolgt von Sarah Baumgartner als Elfte (366 Punkte).
Bei den Herren sorgte Alexander Schlintner für einen versöhnlichen Abschluss im letzten Rennen der Europacupsaison. Mit Rang drei fuhr der Tiroler aufs Podest und verarbeitete damit ein Stück weit den Frust über die verpasste Olympia-Qualifikation. „Ich muss erst einmal verarbeiten, was in der Weltcup-Saison passiert ist. Es ist traurig, dass ich mich nicht noch einmal für Olympia qualifizieren konnte, das war mein großes Ziel. Platz drei als Saisonabschluss ist aber in Ordnung. Jetzt mache ich mal ein bisschen Pause“, erklärte der 27-jährige Niederösterreicher.
Teamkollege Roman Tanzer holte beim Europacupfinale Platz 12 und schloss die Saison als bestplatzierter Österreicher auf Rang 14 (293 Punkte) ab.
Während für viele Athletinnen und Athleten nun eine Verschnaufpause ansteht, wartet auf Sarah Baumgartner schon morgen wieder der Schulalltag. Die frischgebackene Premierensiegerin im Europacup macht in diesem Jahr die Matura im Schulsportmodell Salzburg. Gut, dass Mama Doris in der Schweiz mit dabei war und ihre Tochter unmittelbar nach der Siegerehrung ins Auto packte, um die knapp 400 Kilometer von St. Moritz nach Salzburg in Angriff zu nehmen. Mit einem Europacup-Sieg im Gepäck fährt sich’s hoffentlich doch ein bisschen beschwingter.