Ellmauer zweimal in den Top-5
Innsbruck,
Nach den beiden Bewerben in Lillehammer (NOR) ging es für Para-Bob-Pilot ohne große Verschnaufpause weiter nach Sigulda (LAT). Auf der technisch anspruchsvollen Bahn in Lettland wartete ein intensives Rennwochenende – und der Österreicher zeigte dabei eindrucksvoll, dass er zur Spitze im Para-Bob gehört.
Im ersten Bewerb am Samstag belegte Ellmauer Rang vier, nur 0,44 Sekunden hinter dem Sieger. Nach Platz fünf im ersten Lauf zündete er im Finale den Turbo: Mit der drittbesten Laufzeit arbeitete er sich noch einen Platz nach vorne. Der Sieg ging an den Schweizer Jonas Frei, der sich in 1:37,80 Minuten durchsetzen konnte.
Auch am Sonntag präsentierte sich Ellmauer konstant stark. Im zweiten Rennen landete der Salzburger auf Rang fünf, diesmal lediglich 0,27 Sekunden hinter der Spitze und nur 0,06 Sekunden hinter dem Podest. Erneut war es Jonas Frei, der sich mit einer Zeit von 1:28,33 Minuten den Sieg holte.
Ellmauer zeigte sich nach dem intensiven Wochenende realistisch, aber zufrieden: „Die Vorfreude auf Sigulda war groß, der Respekt aber auch. In den Trainings haben wir sehr viel gearbeitet, einiges ausprobiert und vieles davon gut umsetzen können.“ Wie eng das Leistungsniveau derzeit ist, unterstreichen die nackten Zahlen: „Das Feld ist extrem dicht. Zwischen Rang zwei und fünf liegen nur ein paar Hundertstel. Natürlich stellt man sich immer ein bisschen mehr vor, aber zweimal Top-5 ist auf diesem Niveau absolut okay.“
Der Blick richtet sich bereits nach vorne: „Jetzt heißt es kurz regenerieren, den Kopf freikriegen – und dann geht der Fokus voll auf die nächste Woche mit EM und dem Saisonfinale.“
Für Ellmauer war Sigulda damit ein weiterer wichtiger Schritt in einer fordernden Saisonphase – mit Leistungen, die Selbstvertrauen geben und Lust auf den Endspurt machen.