Starkes Saisonfinish mit Rang 5
Innsbruck,
Das letzte Saisonrennen der Herren im Viererbob in Altenberg (GER) wurde zu einer anspruchsvollen Standortbestimmung zum Abschluss des Weltcup-Winters. Auf der technisch extrem fordernden sächsischen Traditionsbahn bestätigten die österreichischen Teams ihre Leistungsfähigkeit: Markus Treichl steuerte seinen Viererbob auf Rang fünf, Jakob Mandlbauer belegte Platz 14 und sicherte sich damit den Olympia-Quotenplatz für die Olympischen Winterspiele Mailand Cortina 2026.
„Insgesamt können wir das Rennen sehr positiv einordnen. Markus hat gezeigt, dass er in Schlagdistanz zur absoluten Spitze ist. Die Deutschen waren zwar wieder sehr stark, aber als Olympia-Generalprobe kann man mit dieser Leistung absolut zufrieden sein. Im ersten Lauf war er aufgrund seiner kleineren Verletzung am Start noch etwas zaghafter, im zweiten Lauf haben sie dann angedrückt“, berichtete Bob-Nationaltrainer Wolfgang Stampfer und ergänzte: „Im ersten Lauf war Jakob etwas zu verhalten, im zweiten wollte er dann zu viel. Trotzdem bin ich überzeugt, dass er mit seinem Team in Richtung Olympia klar das Potenzial für die Top 15 hat.“
Treichl: Kleine Fehler, große Zuversicht
Markus Treichl war mit Sascha Stepan, Markus Sammer und Kristian Huber am Start. Nach Rang sieben im ersten Lauf konnte sich der Tiroler im Finale noch auf Platz fünf verbessern. In der Gesamtwertung der Viererbobs beendete er die Saison ebenfalls auf Rang fünf. Der 32-Jährige zog ein positives Fazit: „Unterm Strich war das ein gutes Rennen. Der Fuß hat sich deutlich besser angefühlt, ich konnte im zweiten Lauf schon wesentlich mehr Druck beim Start machen. Ich habe ein paar Passagen nicht ganz sauber getroffen, vor allem oben. Das waren keine groben Fehler, eher mehrere kleine. In Summe kostet das hier sofort Zeit.“
Trotzdem überwiegt der Optimismus: „Wir hätten sicher noch ein, zwei Plätze weiter vorne landen können. Aber genau das motiviert mich. Man sieht ganz klar: Wenn man ruhig bleibt und sauber fährt, kann man vorne mitkämpfen – auch mit Blick Richtung Olympische Spiele.“
Mandlbauer: Ziel erreicht, Druck abgefallen
Jakob Mandlbauer ging gemeinsam mit Sebastian Mitterer, Daiyehan Nichols-Bardi und Daniel Bertschler ins Rennen. Nach Rang 13 im ersten Lauf beendete er das Weltcup-Finale auf Platz 14. In der Saison-Gesamtwertung bedeutete das Rang 18 – und damit das Erreichen des formulierten Saisonziels.
Der Steirer sprach offen über seine Erwartungen: „Nach den Trainings, die wirklich sehr gut gelaufen sind, habe ich mir ehrlich gesagt mehr erwartet. Von der Platzierung her bin ich zufrieden, aber ich weiß, dass wir in beiden Läufen nicht das Optimum ausgeschöpft haben.“ Der Blick ging aber schnell nach vorne: „Als der Olympia-Quotenplatz fix war, war das eine große Befreiung. Das Ziel, das man eigentlich sein ganzes Leben verfolgt, wirklich zu erreichen – das ist schon etwas Besonderes. Jetzt ist einmal kurz Durchschnaufen angesagt, dann geht es weiter Richtung Cortina. Das hilft, den Kopf freizubekommen und mit neuer Energie in die nächste Phase zu starten." Neben dem 27-Jährigen hat auch Lea Haslwanter Grund zur Freude, die Tirolerin hat im Zweierbob auf den letzten Abdruck auch einen der Olympia-Quotenplätz erreicht.
Der Viererbob-Sieg ging erneut an Adam Ammour, der sich in 1:49,13 Minuten hauchdünn vor dem Halbzeitführenden Johannes Lochner (+0,02 Sekunden) durchsetzen konnte. Dahinter sicherte sich Francesco Friedrich (+0,15 Sekunden) Rang drei.
ERGEBNISSE BOB-WELTCUP ALTENBERG (GER)
Herren, Viererbob:
1. Ammour/Ammour/Tasche/Schaller (GER) 1:49,13 Minuten
2. Lochner/Margis/Wenzel/Fleischhauer (GER) +0,02 Sekunden
3. Friedrich/Sommer/Schüller/Straub (GER) +0,15
5. Treichl/Stepan/Sammer/Huber (AUT) +0,63
14. Mandlbauer/Mitterer/Nichols-Bardi/Bertschler (AUT) +2,53
Sämtliche detaillierten Ergebnisse gibt es auf IBSF.org
Herren, Gesamtwertung im Viererbob
1. Johannes Lochner (GER), 1515 Punkte
2. Francesco Friederich (GER), 1446
3. Adam Ammour (GER), 1436
5. Markus Treichl (AUT), 1200
18. Jakob Mandlbauer (AUT), 559