Solider Saisonabschluss
Innsbruck,
Mit dem Zweierbob-Weltcup in Altenberg (GER) ging am Wochenende die Weltcupsaison in dieser Disziplin zu Ende. Beim letzten Rennen des Winters belegten Markus Treichl und Leo Sares Rang zehn, Jakob Mandlbauer fuhr gemeinsam mit Daniel Bertschler auf Platz 14 und sammelte wichtige Punkte auf dem Weg zu den Olympischen Winterspielen Mailand Cortina 2026. In der Gesamtwertung beendete Treichl die Saison auf Rang sieben.
Bob-Nationaltrainer Wolfgang Stampfer erklärte nach dem Rennen offen die Umstände: „Markus hatte nach dem ersten Lauf Schmerzen im Sprunggelenk. Da war gar nicht klar, ob er überhaupt noch einmal starten kann.“ Entsprechend vorsichtig ging man in den zweiten Lauf. „Wir haben ihn stark getaped und ihm freigestellt, ob er fährt oder nicht. Das erklärt natürlich auch den langsameren Start. Wichtig war nur, dass nichts passiert.“ Der Fokus lag klar auf der Gesundheit: „Mit Platz zehn kann man leben.“
Deutlich positiver fiel Stampfers Bilanz bei Jakob Mandlbauer aus. Gemeinsam mit Daniel Bertschler zeigte der Steirer vor allem im ersten Lauf auf: Platz elf trotz hinterer Startnummer – am Ende wurde es Rang 14. „Jakob hat uns wirklich überrascht, vor allem mit der Startzeit“, lobte der Tiroler. „Das war ein ganz sauberer Wettkampf, auch wenn er im zweiten Lauf ein bisschen Zeit verloren hat.“ Fehler im oberen Bahnteil und ein nicht optimal getroffener Kreisel kosteten Schwung, doch die Formkurve zeigt weiterhin konstant nach oben: „Man sieht ganz klar eine Aufwärtstendenz in Richtung Olympia. Das ist genau das, was wir sehen wollen.“
Treichl mit Fragezeichen – Mandlbauer bestätigt Aufwärtstrend
Für Markus Treichl war es ein besonderer Auftritt: Der 32-Jährige ging erstmals im Zweierbob gemeinsam mit Leo Sares an den Start. Nach zwei Läufen stand Rang zehn zu Buche, in der Gesamtwertung beendete Treichl die Saison auf Platz sieben. Treichl erklärte: „Das Sprunggelenk macht mir noch zu schaffen, aber es ist besser als zunächst gedacht und zumindest nicht schlimmer geworden. Wie es morgen früh ausschaut, müssen wir abwarten, das werde ich noch einmal abklären lassen. Klar ist aber: Fahren werden wir im Viererbob auf jeden Fall, in welcher Form auch immer. Mit der Fahrt selbst bin ich abgesehen davon zufrieden – das Rennen war insgesamt in Ordnung.“
Mandlbauer selbst sprach von einem wichtigen Schritt: „Am Start haben wir heute wirklich einen guten Job gemacht, das hat sich sofort positiv ausgewirkt. Die Bahn war im Rennen etwas schwieriger zu fahren als im Training, vor allem im oberen Bereich, wo sie schneller nach links gezogen hat – da bin ich im zweiten Lauf kurz ins Rutschen gekommen. Der Nebel war zwar präsent, hat mich aber nicht wirklich eingeschränkt, die Sicht war insgesamt in Ordnung und für alle gleich. Es waren ein paar Kleinigkeiten dabei, die weniger mit den Bedingungen als mit der Bahn selbst zu tun hatten. Unterm Strich ist es ein sehr solides Ergebnis und wieder ein wichtiger Schritt in Richtung unseres Saisonziels.“ In der Gesamtwertung beendete er die Saison auf Rang 17 und machte damit einen großen Schritt in Richtung Olympia-Qualifikation.
Der Sieg ging an den Deutschen Johannes Lochner, der sich mit Georg Fleischhauer in einer Gesamtzeit von 1:50,13 Minuten durchsetzen konnte. Seine Landsmänner Adam Ammour und Benedikt Hertel (+0,45 Sekunden) sowie Francesco Friedrich und Alexander Schüller (+0,51 Sekunden) komplettierten das Siegespodest auf den Plätzen zwei und drei.
ERGEBNISSE BOB-WELTCUP ALTENBERG (GER)
Herren, Zweierbob:
1. Lochner/Fleischhauer (GER) 1:50,13 Minuten
2. Ammour/Hertel (GER) +0,45 Sekunden
3. Friedrich/Schüller (GER) +0,51
10. Treichl/Sares (AUT) +1,67
14. Mandlbauer/Bertschler (AUT) +1,89
Sämtliche detaillierten Ergebnisse gibt es auf IBSF.org
Herren, Gesamtwertung im Zweierbob
1. Johannes Lochner (GER), 1560 Punkte
2. Francesco Friedrich (GER), 1465
3. Adam Ammour (GER), 1396
7. Markus Treichl (AUT), 1032
17. Jakob Mandlbauer (AUT), 676