Gesamtfünfter: Gelungenes Weltcupfinale für Samuel Maier
Innsbruck,
„Solides Ergebnis – Cortina kann kommen!“ So lautete das Resümee von Samuel Maier zum Skeleton-Weltcupfinale am Freitag in Altenberg. Der 26-jährige Tiroler wurde zum dritten Mal Achter und rückte mit den 160 Punkten in der Weltcupwertung nach insgesamt sieben Rennen von Gesamtrang sieben auf fünf.
Seinen zweiten Saisonsieg feierte der Brite Marcus Wyatt in 1:50,47 Minuten vor den drei zeitgleichen Zweitplatzierten Matt Weston (GBR), Christopher Grotheer (GER) und Axel Jungk (GER, alle +0,18 Sekunden). Der Gesamtweltcup ging an Weston, der fünfmal siegte, zweimal Zweiter war.
Samuel Maier war mit Platz acht (+0,67) mehr als zufrieden: „Das war ein wichtiges Rennen für mich – vor allem mental. Weil es seit Sigulda (Anm.: dort im zweiten Rennen mit Rang 18 schlechtestes Saisonergebnis) etwas zäh für mich war. Ich bin mit den Läufen heute sehr zufrieden. Die Bahn war so schnell, wie noch nie. Marcus Wyatt hat im ersten Lauf mit 55,17 einen unglaublichen Bahnrekord hingestellt, ich selbst war nur 0,29 Hundertstel langsamer. Das war noch immer sieben Zehntel schneller als ich hier je war. Dazu habe ich mit 5,09 meinen eigenen Startrekord wieder eingestellt, das hat endlich wieder gepasst. Jetzt freue ich mich nach fünf langen Wochen Weltcup endlich auf daheim. Aufs Essen und ein bisschen Pause. Am Montag geht der Athletik-Aufbau Richtung Cortina weiter. Die Trainingspläne dafür stehen schon. Alles, was jetzt kommt, ist ein Zuckerl!“
Den zweiten Olympia-Quotenplatz für Österreichs Skeleton-Herren verteidigte Florian Auer, trotz eines Missgeschicks beim Start im ersten Lauf. Der Schlitten sprang aus der Spur, der Routinier musste stark korrigieren – trotzdem rettete er sich unter die Top-25 in den zweiten Lauf. Am Ende blieb Rang 21 (+2,35).
Skeleton-Nationalteamtrainer Michael Grünberger: „Mit den Plätzen 11, 18 und dreimal 19, war Flo in dieser Saison sehr konstant, zusätzlich hatte er einige sehr gute Teilzeiten. Auch wenn er nicht die geforderten zwei Top-12-Plätze gebracht hat, werden wir als sportliche Führung des Bob- und Skeletonverbandes ihn beim ÖOC als Olympiastarter vorschlagen.“
Julia Erlacher verpasste mit Platz 18 die Chance auf einen zweiten Olympia-Quotenplatz bei den Damen. Janine Flock, die das Weltcupfinale aus gesundheitlichen Gründen auslassen musste, um fit für ihren vierten Olympia-Einsatz zu werden, verlor im Gesamtweltcup nur zwei Plätze, wurde, wie Samuel Maier, Gesamtfünfte. Den Gesamtweltcup holte mit Kim Meylemans erstmals eine Belgierin. Ihr reichte in Altenberg Platz drei (+0,34) hinter den beiden Deutschen Jacqueline Pfeifer (1:54,42 Minuten) und Susanne Kreher (+0,33).
#7 IBSF Weltcup Altenberg (GER, 16. Jänner 2026)
Skeleton Männer, Ergebnis nach 2 Läufen:
1. Marcus Wyatt (GBR) 1:50,47 Minuten
2. Matt Weston (GBR) +0,18
2. Christopher Grotheer (GER) +0,18
2. Axel Jungk (GER) +0,18
5. Wenhao Chen (CHN) + 0,20
8. Samuel Maier (AUT) + 0,67 (1. Lauf 55,46/2. Lauf 55,68)
21. Florian Auer (AUT) + 2,35 (56,63/56,19)
Skeleton-Weltcupendstand Männer nach 7 Rennen:
1. Matt Weston (GBR) 1.545 Punkte
2. Zheng Yin (CHI) 1.328
3. Marcus Wyatt (GBR) 1.276
4. Axel Jungk (GER) 1.252
5. Samuel Maier (AUT) 1.098
19. Florian Auer (AUT) 562
Weltcupstand im Detail
Skeleton Frauen, Ergebnis nach 2 Läufen:
1. Jacqueline Pfeifer (GER) 1:54,42 Minuten
2. Susanne Kreher (GER) +0,33
3. Kim Meylemans (BEL) +0,34
18. Julia Erlacher (AUT) + 2,41 (1. Lauf 58,67/2. Lauf 58,16)
Skeleton-Weltcupendstand Frauen nach 7 Rennen:
1. Kim Meylemans (BEL) 1.443 Punkte
2 Jacqueline Peifer (GER) 1.338
3. Tabitha Stoecker (GBR) 1.236
4. Anna Fernstaedt (CZE) 1.162
5. Janine Flock (AUT) 1.102
20. Julia Erlacher (AUT) 564
26. Annia Unterscheider (AUT) 247
32. Anna Saulite (AUT) 73
Weltcupendstand im Detail