„All-In“ fürs Rennen
Innsbruck,
Noch einmal volle Konzentration, noch einmal maximale Geschwindigkeit, noch einmal Bob-Weltcup. Mit dem siebten und letzten Weltcup der Saison 2025/2026 geht am kommenden Wochenende in Altenberg (GER) das große Saisonfinale über die Bühne. Neben den Kristallkugeln für die Gesamtwertungen geht es um die letzten entscheidenden Punkte und Plätze für die Olympiaqualifikation Richtung Mailand Cortina 2026.
Bob-Nationaltrainer Wolfgang Stamper zeigt sich nach den Trainingstagen vorsichtig zufrieden – und spricht die besondere Charakteristik der Bahn offen an: „Im Großen und Ganzen ist das Training ganz gut verlaufen. Gott sei Dank war kein Sturz dabei. Da ist man in Altenberg immer ganz froh, vor allem jetzt im Hinblick auf die Olympischen Spiele, dass man sich weder beim Material noch bei den Athlet:innen noch irgendwas verhaut.“
Beierl setzt auf Risiko – „All-In“ fürs Rennen
Bei Katrin Beierl steht das Weltcupfinale ganz im Zeichen eines Materialpokers. Die Trainingsleistungen im Zweierbob, den die Polizeisportlerin mit Nicola Pichler bestreiten wird, waren für die 32-Jährige nicht ganz zufriedenstellend verlaufen, vor allem das Lenkverhalten passte nicht. Die Konsequenz ist mutig – und typisch Altenberg: „Die Trainingsläufe im Zweier waren nicht so überragend. Der Bob, den ich gerade fahre, passt mir von der Lenkung her aktuell nicht ganz. Jetzt werde ich fürs Rennen einfach All-In gehen und den von Markus (Anm.: Treichl) fahren, auch wenn ich damit diese Woche noch kein Training bestritten habe.“
Im Monobob lief es deutlich besser, auch wenn es im oberen Streckenbereich noch kleine Probleme gab. „Damit bin ich zufrieden. Mal schauen, wie das am Wochenende wird. Ich freue mich jedenfalls, wenn das Wochenende vorbei ist. Die jetzige Phase war sehr intensiv und wir hatten wenig Zeit zum Durchschnaufen.“
Treichl: schnelle Bahn, klarer Fokus
Markus Treichl berichtet von nahezu perfekten Trainingsbedingungen. Die Bahn präsentierte sich schnell, das Eis in Top-Zustand, auch wenn es zuletzt etwas wärmer war. „Es wird fürs Wochenende wieder kälter, aber man muss sagen: wirklich alles im Top-Zustand. Ich mag das ja eigentlich auch, wenn es schnell ist.“
Im Zweierbob fährt Treichl erstmals mit Leo Sares, im Viererbob vertraut der 32-Jährige mit Sascha Stepan, Markus Sammer und Kristian Huberauf die gleiche Besetzung wie in St. Moritz. Die Zielsetzung ist bewusst knapp formuliert: „Einfach ein gutes Rennen fahren, eine normale, saubere Platzierung. Der Fokus ist jetzt schon stark Richtung Olympia gerichtet – da soll dann alles hinhauen.“
Am selbstbewusstesten klingt Jakob Mandlbauer, der von einer starken Vorbereitung spricht: „Das Training ist wirklich sehr gut verlaufen – so gut wie fast in keiner Weltcup-Vorbereitung zuvor.“ Trotz aller Erfahrung weiß auch er um die Tücken der Bahn: „Natürlich kann in Altenberg immer alles passieren.“ Doch das Gefühl stimmt – im Vierer- wie im Zweierbob geht der Steirer ebenfalls mit identischer Mannschaft wie zuletzt in St. Moritz an den Start. Daniel Bertschler ist aktuell im Zweier gesetzt, im Vierer gesellen sich Sebastian Mitterer und Daiyehan Nichols-Bardi dazu.
„Alle sind höchst motiviert fürs Finale. Es ist immer lässig, hier zu fahren, das Publikum ist cool, auch wenn es manchmal ein bisschen härter zur Sache geht. Alle sind fit – ich denke, wir können auf jeden Fall noch einmal ein richtig cooles Ergebnis rausholen.“
ZEITPLAN BOB-WELTCUP ALTENBERG (GER)
Samstag, 17. JÄNNER 2026
Monobob Frauen (10:00/11:30 Uhr)
Zweierbob Männer (14:00/15:30 Uhr)
Sonntag, 18. JÄNNER 2026
Zweierbob Frauen (10:00/11:30 Uhr)
Viererbob Männer (14:45/16:15 Uhr)
RENNKALENDER BOB-WELTCUP 2025/26
#7 IBSF Weltcup Altenberg (GER, 12.-18. Jänner 2026)
Olympische Winterspiele Mailand Cortina (ITA, 6.-22. Februar 2026)