Starker Auftakt in Lillehammer
Innsbruck,
Auf der legendären Olympiabahn von Lillehammer ist die Parabob-Saison mit ordentlich Tempo gestartet – und aus österreichischer Sicht gleich mit einem kräftigen Ausrufezeichen. Hermann Ellmauer zeigte an diesem Wochenende, dass mit ihm auch in diesem Winter zu rechnen ist.
Im ersten Weltcuprennen legte der Österreicher einen nahezu fehlerfreien Lauf hin und raste auf Rang drei. Gerade einmal 0,47 Sekunden trennten ihn vom Sieger – dem US-Amerikaner Robert Balk, der in 1:52,79 Minuten ganz oben auf dem Podest stand. Für Ellmauer ein Auftakt nach Maß – schnell, sauber und selbstbewusst.
Am zweiten Tag wurde das Klassement noch enger. Ellmauer landete diesmal auf Platz sechs (+0,51 Sekunden), der Sieg ging an Israel Blanco (ESP) in 1:53,73 Minuten. Ein Ergebnis, das auf den ersten Blick vielleicht etwas nüchterner wirkt, das aber die tatsächliche Leistung nur unvollständig widerspiegelt.
Denn wer mit Ellmauer nach dem Rennen spricht, merkt schnell: Die Richtung stimmt. „Die Rennen waren richtig cool. Ich bin mit meiner Leistung wirklich zufrieden und habe gut in die Saison hineingefunden. Bei uns ist immer viel von den jeweiligen Bobs abhängig, die werden ja vor jedem Trainings zu gelost“, sagt er – und meint damit vor allem das eigene Fahrgefühl. Die Läufe waren dicht gedrängt, die Abstände minimal, jeder kleine Impuls hatte spürbare Auswirkungen. Gerade bei so vielen Durchgängen entscheidet oft das letzte Detail.
Jetzt geht der Blick nach vorne: Sigulda (LAT) wartet. Vier weitere Weltcuprennen stehen dort an, ´ ein Europameisterschaft inkludiert. Eine Bahn, die technisch anspruchsvoll ist – und genau deshalb reizvoll. Die Zielsetzung ist klar, aber realistisch: vorne mitfahren, weiter lernen, die Feinheiten schärfen. „Ich freue mich extrem auf Sigulda, die Bahn daugt mir richtig. Ich fahre immer gerne hier und freue mich, dass wir in den nächsten elf Tagen in Lettland ein umfangreiches und dichtes Programm haben.
Mit den Plätzen drei und sechs zum Auftakt hat Hermann Ellmauer jedenfalls gezeigt, dass er nicht nur angekommen ist, sondern mitten im Geschehen steckt. Lillehammer war der erste Gradmesser – Sigulda wird der nächste Prüfstein. Und eines ist jetzt schon sicher: Diese Saison hat Fahrt aufgenommen.