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Österreichischer Bob- und Skeletonverband

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A-6020 Innsbruck

EM-Platz vier: Treichl mit Top-Resultat

EM-Platz vier: Treichl mit Top-Resultat

Innsbruck, 

11. Januar 2026

Zum Abschluss der sechsten Weltcupstation in St. Moritz–Celerina (SUI) setzten die österreichischen Viererbobs einen starken Schlusspunkt. Markus Treichl schrammte mit Rang vier hauchdünn an einer EM-Medaille vorbei und egalisierte sein bestes Saisonergebnis. Jakob Mandlbauer sorgte mit Platz elf für sein bestes Saisonergebnis und sammelte wichtige Punkte für das Olympia-Qualifikationsranking.

Allen voran Markus Treichl, der gemeinsam mit Sascha Stepan, Markus Sammer und Kristian Huber an den Start ging, setzte ein kräftiges Ausrufezeichen. Mit der zweit- und drittschnellsten Startzeit zeigte das Team seine bekannte Anschubstärke. Nach Rang sieben im ersten Lauf zündete der 32-jährige Tiroler im Finale den Turbo und schob sich noch auf Platz vier nach vorne – ex aequo mit dem italienischen Team von Patrick Baumgartner. Auf EM-Bronze und den dritten Platz im Weltcup fehlten am Ende gerade einmal elf Hundertstelsekunden. Es war zugleich Treichls bestes Saisonergebnis seit dem Auftakt auf der Olympiabahn in Cortina d’Ampezzo.

Bob-Nationaltrainer Wolfgang Stampfer zeigte sich insgesamt sehr zufrieden: „Natürlich sind wir zufrieden – auch wenn man mit einem leicht tränenden Auge Richtung dritten Platz schaut. Das wäre schon drinnen gewesen. Dafür war im ersten Lauf einfach ein Fehler zu viel dabei, vor allem im oberen Bahnteil, der vor dem ‚Horse Shoe‘ einiges an Schwung gekostet hat. Aber man sieht: Wir sind wieder voll dabei, und das gibt enormen Auftrieb in Richtung Olympia. Die Burschen sind hochmotiviert, dieses eine Zehntel oder auch zwei Zehntel noch herauszuholen. Wir sind ganz klar in Schlagdistanz.“

Besonders erfreulich aus Trainersicht: Anschieber Kristian Huber empfahl sich mit einer starken Leistung für weitere Aufgaben. „Kristian hat heute wirklich eine starke Visitenkarte abgegeben und sich wieder ins Spiel für die Olympischen Spiele gebracht. Wir haben aktuell fast ein Luxusproblem – selbst wenn jemand ausfällt, können wir extrem gut starten.“

Treichl ergänzt nach dem vierten Platz: „Natürlich ist Platz vier ein richtig gutes Ergebnis, auch wenn elf Hundertstel auf Rang drei im ersten Moment ein bisschen weh tun. Entscheidend ist für mich aber, dass die Fahrten heute wieder so funktioniert haben, wie ich mir das vorstelle – vor allem der zweite Lauf. Das fühlt sich richtig gut an. Im ersten Lauf im Mittelteil habe ich etwas liegen lassen, da weiß ich genau, wo ich ansetzen muss. Für das Weltcup-Finale in Altenberg nehme ich viel Positives mit: locker bleiben und das abrufen, was ich kann.“

Mandlbauer mit Befreiungsschlag

Auch Jakob Mandlbauer durfte in St. Moritz durchatmen. Mit Sebastian Mitterer, Daiyehan Nichols-Bardi und Daniel Bertschler bestätigte er seine besondere Beziehung zur Natureisbahn. Mit Rang elf gab es nicht nur das beste Saisonergebnis, sondern auch viele wichtige Punkte für das Olympia-Qualifikationsranking. Stampfer sprach von einem echten Befreiungsschlag: „Das war für Jakob extrem wichtig. Er sieht jetzt wieder, dass es laufen kann. Dadurch kann er etwas ruhiger bleiben, auch wenn die Qualifikation noch nicht ganz durch ist. Ich bin überzeugt, dass er jetzt den richtigen Weg gefunden hat – und dass er in Altenberg ebenfalls ein gutes Resultat fahren kann.“

Mandlbauer schlägt in dieselbe Kerbe: „Das Ergebnis heute war für mich extrem wichtig. Die Punkte sind top, der Start hat gepasst und bis zum ‚Horse Shoe‘ waren die Fahrten wirklich sehr gut. Auch im zweiten Lauf ist es unten deutlich besser gegangen, das gibt mir viel Vertrauen. Wir haben in den wichtigen Passagen heute viel Geschwindigkeit aufgebaut. In Richtung Olympia-Qualifikation ist das definitiv ein Befreiungsschlag und gibt mir Sicherheit für die kommenden Rennen, vor allem mit Blick auf das Weltcup-Finale in Altenberg.“

Der Viererbob-Sieg ging überraschend an Adam Ammour, der sich in 2:09,51 Minuten hauchdünn vor dem Halbzeitführenden Johannes Lochner (+0,07 Sekunden) durchsetzen konnte. Dahinter sicherte sich der Schweizer Michael Vogt (+0,55 Sekunden) Rang drei. Dasselbe Ranking wird auch für die Europameisterschaft herangezogen.

ERGEBNISSE BOB-WELTCUP ST. MORITZ (SUI) 
Herren, Viererbob:
1. Ammour/Ammour/Tasche/Schaller (GER) 2:09,51 Minuten
2. Lochner/Margis/Wenzel/Fleischhauer (GER) +0,07 Sekunden
3. Vogt/Hufschmid/Haas/Ndiaye (SUI) +0,55
4. Treichl/Stepan/Sammer/Huber (AUT) +0,66
11. Mandlbauer/Mitterer/Nichols-Bardi/Bertschler (AUT) +1,11
Sämtliche detaillierten Ergebnisse gibt es auf IBSF.org 

Herren, Gesamtwertung im Viererbob
1. Johannes Lochner (GER), 1305 Punkte
2. Francesco Friederich (GER), 1246
3. Adam Ammour (GER), 1211
6. Markus Treichl (AUT), 1016
22. Jakob Mandlbauer (AUT),
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