Beierl/Williams EM-Fünfte
Innsbruck,
Nach EM-Silber im Monobob am Samstag sorgte der Damen-Zweierbob am Sonntag für den Abschluss der Frauenbewerbe in St. Moritz–Celerina (SUI). Auf der einzigen Natureisbahn im Weltcupkalender entwickelte sich das Finale um den Sieg zu einem Hundertstelkrimi. Katrin Beierl kann mit Platz 6, der gleichbedeutend mit Rang 5 im Europameisterschaftsranking ist, zufrieden sein. Lea Haslwanter beendete den Wettkampf auf Rang 24.
Bob-Nationaltrainer Wolfgang Stampfer zog ein differenziertes Fazit: „Einerseits bin ich zufrieden, andererseits wäre schon ein bisschen mehr drinnen gewesen. Die Startzeiten waren in beiden Läufen sehr gut. Im ersten Durchgang haben sich im oberen Teil ein paar kleinere Fehler eingeschlichen. Der zweite war besser, aber wir haben für meinen Geschmack oben ein bisschen zu viel Zeit verloren. Ganz erklären kann ich mir das aktuell noch nicht, wir müssen uns das noch einmal anschauen. Aber Fünfte bei der EM und Sechste im Weltcup – das ist trotzdem schwer in Ordnung.“
Katrin Beierl ging gemeinsam mit Anschieberin Christania Williams ins Rennen und zeigte mit zweimal der viertbesten Startzeit ihr enormes Potenzial. In der Endabrechnung standen die Laufplätze acht und sieben zu Buche, was im Weltcup Rang sechs bedeutete. Im Europameisterschaftsranking konnte sich das Duo über Rang 5 freuen. „Die Starts waren heute wirklich sehr gut. Mit den Fahrten bin ich nicht restlos zufrieden, ich habe einige Passagen nicht so getroffen, wie ich mir das vorgenommen habe. Was mich sehr positiv stimmt, ist das Material. Das läuft wirklich sehr gut“, bilanzierte Beierl.
Während Beierl/Williams für den nächsten Spitzenplatz im Weltcup sorgten, kam Lea Haslwanter mit Nicola Pichler nicht richtig auf Touren und verpasste als 24. den zweiten Lauf. „Von der Startzeit her waren sie passabel dabei. Leider hat Lea heute die Linie nicht richtig getroffen. Für die Entwicklung sind diese Fahrten natürlich sehr lehrreich“, so Stampfer.
An der Spitze entwickelte sich der Bewerb zum Hundertstelkrimi. Das US-amerikanische Duo Humphries/Jones jubelte am Ende in 2:18,40 Minuten über den Tagessieg – hauchdünn mit 0,01 Sekunden Vorsprung auf die Schweizerinnen Hasler/Pasternack. Diese durften sich nach Monobob-Gold am Samstag auch im Zweierbob über EM-Gold freuen. Rang drei ging an die Deutschen Nolte/Levi mit lediglich drei Hundertstelsekunden Rückstand.
ERGEBNISSE BOB-WELTCUP ST. MORITZ (SUI)
Frauen, Zweierbob:
1. Humphries/Jones (USA) 2:18,40 Minuten
2. Hasler/Pasternack (SUI) +0,01 Sekunden
3. Nolte/Levi (GER) +0,03
6. Beierl/Williams (AUT) +0,67
24. Haslwanter/Pichler (AUT) – nicht für den zweiten Lauf qualifiziert
Sämtliche detaillierten Ergebnisse gibt es auf IBSF.org
Frauen, Gesamtwertung im Zweierbob
1. Laura Nolte (GER), 1300 Punkte
2. Kaillie Humphries (USA), 1218
3. Kim Kalicki (GER), 1170
7. Katrin Beierl (AUT), 1024
24. Lea Haslwanter (AUT), 195