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Österreichischer Bob- und Skeletonverband

Eduard-Bodem-Gasse 6 / 3. OG
A-6020 Innsbruck

Mit einem „guten Gefühl“ ins EM-Wochenende

Mit einem „guten Gefühl“ ins EM-Wochenende

Innsbruck, 

09. Januar 2026

Nach einer bislang intensiven und aus österreichischer Sicht erfolgreichen Saison wartet auf die heimischen Bob-Asse am vorletzten Weltcup-Wochenende, an dem auch die Europameisterschaft in St. Moritz-Celerina (SUI) ausgetragen wird, ein weiteres großes Highlight. Auf der einzig verbliebenen Natureisbahn im Weltcup stehen im Schweizer Engadin die nächsten Rennen in den Disziplinen Mono-, Zweier- und Viererbob auf dem Programm. Dabei geht es nicht nur um Spitzenplätze und Punkte für die Olympiaqualifikation, sondern auch um EM-Edelmetall.

Das Besondere in St. Moritz: Die traditionsreiche Strecke, gespickt mit 19 Kurven, ist mit rund 120 Jahren die älteste und mit 1.722 Metern Wettkampflänge auch die längste Weltcup-Bahn. „Im Großen und Ganzen waren die Trainings gut. Die Verhältnisse waren gestern mit Schneefall schwierig, die Bahn wurde ständig gereinigt und daher waren die Läufe schwer zu vergleichen, aber die Linien waren gut“, sagt Bob-Nationaltrainer Wolfgang Stampfer und ergänzt: „Für die Piloten ist es hier angenehmer zu fahren, es gibt weniger Erschütterungen – das kenne ich noch aus meiner aktiven Zeit. Oben ist es eher flach, man muss präzise fahren und Geschwindigkeit aufbauen. Unten wird es dann echt schnell. In puncto Zielsetzung hat sich nichts verändert, wir bleiben da unserer bisherigen Linie treu.“

Schneefall erschwert Trainingsbedingungen

Mit den Bewerben in St. Moritz-Celerina biegt die Weltcup-Saison bereits auf die Zielgerade ein. Sowohl im Monobob als auch im Zweierbob steht jeweils das sechste von sieben Weltcup-Saisonrennen auf dem Programm. Am Samstag wartet auf Katrin Beierl und Lea Haslwanter das Rennen im Monobob. „St. Moritz zählt grundsätzlich nicht zu meinen Lieblingsbahnen. Mit den Trainingsläufen bin ich dieses Mal nicht so zufrieden, auch der starke Schneefall hat es schwierig gemacht. Ich lasse das Wochenende auf mich zukommen“, sagt Katrin Beierl, die den Bewerb im Zweierbob erneut mit Christania Williams in Angriff nehmen wird.

Lea Haslwanter, die im Zweierbob dieses Mal auf Beierl-Anschieberin Nicola Pichler zurückgreifen kann, hofft auf wichtige Punkte im Qualifikationsranking für die Olympischen Spiele und hat ihre Zielsetzung für das kommende Wochenende klar definiert: „Die Trainings sind insgesamt gut gelaufen, es gibt nur ein paar Kleinigkeiten, an denen ich noch arbeiten muss. Trotz eines Sturzes im letzten Lauf bin ich zuversichtlich und freue mich sehr auf die Rennen. Es ist meine Lieblingsbahn, sie taugt mir extrem, und ich bin hochmotiviert.“

Mit einem „guten Gefühl“ ins EM-Wochenende

Markus Treichl hat mit seinem Team in dieser Saison sowohl im Vierer- als auch im Zweierbob bereits Ergebnisse im Spitzenfeld eingefahren und war speziell im Viererbob schon nahe an den Podestplätzen. Die Vorfreude des 32-Jährigen auf die vorletzte Weltcupstation, bei der auch EM-Medaillen vergeben werden, ist dementsprechend groß: „Ich gehe mit einem sehr guten Gefühl nach unseren Trainingstagen in die beiden Wettkämpfe. In der Vergangenheit gab es ein paar kleine Probleme, aber im Vierer habe ich es bislang echt gut hinbekommen. Die Bahn steht gut, auch wenn der Mittelteil nicht ganz ohne ist – er ist ziemlich tricky zu fahren. Da muss man die Linie und den Lenkpunkt wirklich genau treffen“, erklärt Treichl. Der Tiroler wird den Zweierbob-Bewerb mit Sascha Stepan bestreiten. Im Vierer kommt mit Sascha Stepan, Markus Sammer und Kristian Huber die gleiche Mannschaft wie zuletzt in Winterberg (GER) zum Einsatz.

Teamkollege Jakob Mandlbauer schätzt die Lage wie folgt ein: „Das Training war so und so, aber ich habe sowohl im Zweier- als auch im Vierer gute Läufe erwischt. Ich weiß grundsätzlich, wie es geht, und einmal habe ich es richtig gut im Gefühl gehabt. Jetzt hoffe ich, dass ich das am Wochenende abrufen kann.“

Der 27-Jährige wird den Bewerb im Zweierbob mit Daniel Bertschler bestreiten, im Viererbob wird das Duo erneut von Daiyehan Nichols-Bardi und Sebastian Mitterer ergänzt.

ZEITPLAN BOB-WELTCUP ST. MORITZ-CELERINA (SUI) 
Samstag, 10. JÄNNER 2026
Monobob Frauen (09:00/10:30 Uhr)
Zweierbob Männer (13:00/14:30 Uhr)

Sonntag, 11. JÄNNER 2026
Zweierbob Frauen (09:00/10:30 Uhr)
Viererbob Männer (13:00/14:45 Uhr)