Zum Hauptinhalt springen

Österreichischer Bob- und Skeletonverband

Eduard-Bodem-Gasse 6 / 3. OG
A-6020 Innsbruck

Beierl wird starke Fünfte

Beierl wird starke Fünfte

Innsbruck, 

04. Januar 2026

Die fünfte Weltcupstation im Zweierbob in Winterberg (GER) brachte für Österreichs Damen ein Wechselbad der Gefühle: Während Katrin Beierl einen starken fünften Platz einfuhr und damit neben den Spitzenplätzen im Monobob ein weiteres Ausrufezeichen im Olympiawinter setzte, verpassten Lea Haslwanter die Qualifikation für den zweiten Lauf um wenige Hundertstelsekunden.

Bob-Nationaltrainer Wolfgang Stampfer zeigte sich nach dem Rennen insgesamt zufrieden. Vor allem Beierls Startleistungen hob er positiv hervor. „Mit dem Ergebnis sind wir bei Kati heute sehr zufrieden. Die Starts waren in beiden Läufen sehr gut, im Mittelteil war es ein bisschen durchwachsen. Da wären in beiden Durchgängen sicher noch ein bis zwei Zehntel drinnen gewesen“, so Stampfer, der dennoch betonte, dass beim Material weiterhin Kleinigkeiten mit Blick Richtung Olympia getestet und Nuancen verändert werden.

Katrin Beierl und Christania Williams hatten sich mit der drittbesten Startzeit im ersten Lauf eine ausgezeichnete Ausgangsposition erarbeitet und lagen zur Halbzeit auf Rang vier. Im zweiten Durchgang büßte das Duo zwar noch einen Platz ein, wurde am Ende aber starke Fünfte – ex aequo mit dem Schweizer Duo Hasler/Pasternack. Damit stellte Beierl ihr bestes Saisonresultat im Zweierbob ein, nachdem sie bereits beim Auftakt in Cortina d’Ampezzo (ITA) auf der Olympiabahn ebenfalls Rang fünf belegt hatte.

„Mit Platz fünf im Zweier bin ich insgesamt zufrieden, auch wenn heute ein bisschen mehr möglich gewesen wäre. Ein kleiner Fehler im Mittelteil hat mich Rang vier gekostet, aber viel mehr wäre dann nicht drinnen gewesen. Wichtig ist, dass wir unser bestes Saisonergebnis eingestellt haben und als Team gut gearbeitet haben. Gegen die starken deutschen Duos ist es aus eigener Kraft extrem schwer, aber unser Ziel bleibt, beim ‚Best of the Rest‘ voll mitzumischen“, bilanzierte die 32-jährige Niederösterreicherin.

Für Lea Haslwanter und Weltcup-Debütantin Hannah Cranen verlief der Tag unglücklich. Die Tirolerin verpasste als 21. den zweiten Lauf um lediglich 0,04 Sekunden. „Am Start hat Lea heute einen zu großen Rückstand ausgefasst, da ist es fast unmöglich, in die Top-20 zu fahren. Die Fahrt selbst war in Ordnung, auch wenn sich ein paar kleine Rutscher eingeschlichen haben“, so Stampfer. Haslwanter ergänzte: „Mit meiner Leistung heute bin ich nicht ganz zufrieden, vor allem der Start war enttäuschend. Nach den Zeiten im Europacup habe ich mir deutlich mehr erwartet, auch wenn die Fahrt an sich nicht schlecht war. Die Linie in der Kurve Null hat diesmal gepasst, allerdings haben sich ein paar kleine Rutscher eingeschlichen, die Zeit gekostet haben. Jetzt heißt es nach vorne schauen: Mit voller Motivation geht es nach St. Moritz.“

An der Spitze dominierten einmal mehr die deutschen Teams. Den Sieg holten sich Laura Nolte und Deborah Levi in 1:53,63 Minuten vor Lisa Buckwitz und Kira Lipperheide (+0,16 Sekunden). Rang drei ging an Kim Kalicki und Leonie Fiebig (+0,66).

ERGEBNISSE BOB-WELTCUP WINTERBERG (GER) 
Damen, Zweierbob:
1. Nolte/Levi (GER) 1:53,63 Minuten
2. Buckwitz/Lipperheide (GER) +0,16 Sekunden
3. Kalicki/Fiebig (GER) +0,66
5. Beierl/Williams (AUT) +1,04
21. Haslwanter/Cranen (AUT) – nicht für den zweiten Lauf qualifiziert
Sämtliche detaillierten Ergebnisse gibt es auf IBSF.org

Damen, Gesamtwertung im Zweierbob
1. Laura Nolte (GER), 1100 Punkte
2. Kaillie Humphries (USA), 993 
3. Kim Kalicki (GER), 978
7. Katrin Beierl (AUT), 848
23. Lea Haslwanter (AUT), 150