Aufholjagd bringt Platz 10
Innsbruck,
Der Zweierbob-Weltcup in Winterberg brachte für Österreich ein Rennen unter schwierigen Bedingungen. Markus Treichl verlor im ersten Lauf witterungsbedingt viel Zeit, kämpfte sich im zweiten Durchgang mit einer starken Fahrt aber noch auf Rang zehn nach vorne. Jakob Mandlbauer zeigte eine solide Leistung und belegte Platz 17. Insgesamt bestätigte das Rennen, dass das österreichische Team trotz widriger Umstände konkurrenzfähig ist.
Wolfgang Stampfer ordnete den Auftritt differenziert ein. „Ich habe mir schon erwartet, dass es schwierig wird, aber der erste Lauf war für uns witterungsbedingt sicher nicht ideal“, erklärte der Bob-Nationaltrainer. Bei Treichl kam erschwerend ein kleiner Fehler in Kurve 0 hinzu, der sofort Tempo kostete. „Wenn man dort Geschwindigkeit verliert, ist man im ersten Lauf praktisch draußen“, so Stampfer weiter. Positiv hob er jedoch die Reaktion im zweiten Durchgang hervor: „Da hat Markus gezeigt, dass es deutlich besser gehen kann. Der Start war stärker, die Fahrt sauberer – auch wenn es insgesamt ein etwas gebrauchter Tag war.“ Mandlbauer attestierte der Cheftrainer eine „solide Leistung“, mit der auch für ihn ein Platz unter den Top-15 realistisch gewesen wäre.
Markus Treichl selbst sprach offen über die extremen Bedingungen. „Es war heute wirklich blöd – starker Wind, Schneeverwehungen, das war alles andere als einfach“, sagte der 32-jährige Tiroler, der den Bewerb mit Daniel Bertschler bestritt. Der erste Lauf sei vor allem am Start und aufgrund der äußeren Bedingungen nicht nach Wunsch verlaufen, im zweiten habe dann vieles besser gepasst. Mit der achtbesten Laufzeit machte Treichl sieben Plätze gut und verbesserte seine Startzeit um 0,13 Sekunden. „Im Großen und Ganzen hat es gut gepasst, auch wenn hier und da noch ein paar kleine Details zu verbessern waren.Platz zehn ist am Ende eine gute Schadensbegrenzung. Damit kann man leben“, bilanzierte Treichl.
Jakob Mandlbauer, der mit Daiyehan Nichols-Bardi am Start stand, zog nach Rang 17 ebenfalls ein überwiegend positives Fazit. „Mit der Leistung bin ich sehr zufrieden, auch wenn ich mir ein paar Plätze weiter vorne gewünscht hätte“, erklärte der 27-Jährige. Die Abstände seien extrem eng gewesen, zudem habe das Wetter bislang eine saubere Analyse erschwert. Besonders stolz war Steirer auf seine Fahrten durch Kurve 0, die ihm im Training noch Probleme bereitet hatten. „Ich habe mir das genau visualisiert und bin es heute genauso gefahren – das ist voll aufgegangen.“
Der Sieg ging an den Deutschen Johannes Lochner, der sich mit Georg Fleischhauer in einer Gesamtzeit von 1:49,81 Minuten durchsetzen konnte. Seine Landsmänner Adam Ammour und Alexander Schaller (+0,30 Sekunden) sowie Francesco Friedrich und Alexander Schüller (+0,51 Sekunden) komplettierten das Siegespodest auf den Plätzen zwei und drei.
ERGEBNISSE BOB-WELTCUP SIGULDA (LAT)
Herren, Zweierbob:
1. Lochner/Fleischhauer (GER) 1:49,81 Minuten
2. Ammour/Schaller (GER) +0,30 Sekunden
3. Friedrich/Schüller (GER) +0,51
10. Treichl/Bertschler (AUT) +1,63
17. Mandlbauer/Nichols-Bardi (AUT) +1,92
Sämtliche detaillierten Ergebnisse gibt es auf IBSF.org
Herren, Gesamtwertung im Zweierbob
1. Johannes Lochner (GER), 1100 Punkte
2. Francesco Friedrich (GER), 1055
3. Adam Ammour (GER), 1010
7. Markus Treichl (AUT), 768
17. Jakob Mandlbauer (AUT), 440
ZEITPLAN BOB-WELTCUP WINTERBERG (GER)
Sonntag, 04. JÄNNER 2026
Zweierbob Frauen (11:00/12:30 Uhr)
Zweierbob Männer (15:00/16:30 Uhr)