Beierl hauchdünn am Podest vorbei
Innsbruck,
Mit dem Monobob-Bewerb der Frauen startete am Samstag die fünfte Weltcupstation der Saison in Winterberg (GER) – und aus österreichischer Sicht setzte sich die Serie an Spitzenplätzen von Katrin Beierl fort. Nach den Plätzen zwei und drei in den vergangenen beiden Weltcuprennen fuhr die 32-jährige Niederösterreicherin auch im ersten Rennen des Olympiajahres 2026 um die Top-3 mit, verpasste den dritten Podestplatz in Serie als Vierte letztendlich um nur eine Hundertstelsekunde. Teamkollegin Lea Haslwanter qualifizierte sich bei ihrer Weltcuprückkehr ebenfalls für den zweiten Lauf und wurde 20.
Die 32-jährige Niederösterreicherin, die in Norwegen und Lettland am Ende des vergangenen Jahres ihre ersten beiden Podestplätze im Monobob-Weltcup einfahren konnte, knüpfte auch in Winterberg nahtlos an ihre Leistungen an. Nach dem ersten Lauf lag Beierl dank des fünftbesten Starts und einer ansprechenden Fahrt auf Rang drei, nur 0,22 Sekunden hinter der Halbzeitführenden Lisa Buckwitz (GER). Im zweiten Durchgang büßte die Polizeisportlerin zwar einen Platz ein, am Ende gab es mit Rang vier (+0,21 Sekunden) aber den nächsten Spitzenplatz.
„Es war insgesamt ein sehr solides Rennen von Kati mit gutem Start und einer starken Fahrt in der Bahn. Am Ende hat nur ein Wimpernschlag auf die Medaille gefehlt, dennoch zeigt die Leistung klar, dass man konkurrenzfähig ist und mit Zuversicht in die kommenden Rennen gehen kann“, zeigte sich Bob-Nationaltrainer Wolfgang Stampfer zufrieden und ergänzte: „Trifft man den Einstieg vor der Kurve 0 in Winterberg nicht exakt, muss man sehr früh in die Kurve hineinziehen. Gelingt das nicht, gerät man zu hoch in die Linie und verliert entscheidend an Tempo. Das war auch das Problem bei Lea. Der Rest war heute sehr sauber.“
Beierl selbst ordnete ihren Auftritt ebenfalls sehr positiv ein: „Mit dem Start bin ich sehr zufrieden, wir haben im Schnee eine richtig gute Lösung gefunden. Der vierte Platz tut der Leistung keinen Abbruch – ein Hundertstel weniger macht sie nicht schlechter. Dass ich inzwischen konstant um das Podest mitfahre, gibt enorm viel Selbstvertrauen. Wir sind auf unterschiedlichen Bahnen stark unterwegs gewesen, und das stimmt mich sehr zuversichtlich, auch für den Zweier und die kommenden Rennen.“
Lea Haslwanter zeigte sich nach Rang 20, der zugleich ihr bestes Saisonresultat im Monobob war, zufrieden: „Im Großen und Ganzen kann ich mit dem Rennen heute ganz gut leben, auch wenn mir die Fehler in der Kurve Null in beiden Läufen viel Zeit gekostet haben. Ab dieser Passage waren die Läufe eigentlich solide und haben sich deutlich besser angefühlt. Die Bedingungen waren nicht einfach, deshalb bin ich mit dem Ergebnis insgesamt zufrieden – es ist mein bestes Resultat im Mono in dieser Saison. Für morgen weiß ich genau, wo ich ansetzen muss, vor allem beim Timing, und hoffe, noch ein paar Plätze gutmachen zu können.“
Den Sieg im Monobob-Bewerb sicherte sich die Deutsche Laura Nolte in einer Gesamtzeit von 1:58,37 Minuten. Die Kanadierin Cynthia Appiah fuhr mit einem Rückstand von 0,16 Sekunden auf Rang zwei, unmittelbar dahinter setzte sich die deutsche Halbzeitführende Lisa Buckwitz in einem Herzschlagfinale um gerade einmal eine Hundertstelsekunde vor der Österreicherin Katrin Beierl durch.
ERGEBNISSE BOB-WELTCUP WINTERBERG (GER) Damen, Monobob:
1. Laura Nolte (GER) 1:58,37 Minuten
2. Cynthia Appiah (CAN) +0,16 Sekunden
3. Lisa Buckwitz (GER) + 0,20
4. Katrin Beierl (AUT) +0,21
20. Lea Haslwanter (AUT) +1,71
Sämtliche detaillierten Ergebnisse gibt es auf IBSF.org
Damen, Gesamtwertung im Monobob
1. Laura Nolte (GER), 1070 Punkte
2. Bree Walker (AUS), 994
3. Lisa Buckwitz (GER), 960
6. Katrin Beierl (AUT), 850
21. Lea Haslwanter (AUT), 192