Österreichs Bob-Teams sind ready
Innsbruck,
Eine Woche nach der Olympia-Generalprobe in Cortina d’Ampezzo (ITA) richtet sich der Blick nun voll auf den Bob-Heimweltcup in Innsbruck-Igls (29./30. November 2025). Ob des umgebauten unteren Bahnteils müssen sich Österreichs Pilot:innen rund um Katrin Beierl und Markus Treichl, die mit viel Selbstvertrauen ins kommende Wochenende gehen, rasch auf die veränderte Linienführung und den anspruchsvolleren Abschnitt einstellen.
„Heuer starten wir – wie alle anderen Nationen – ohne echten Heimvorteil ins Wochenende, weil wir die Bahn abgesehen von den offiziellen Trainingsfahrten vorab nicht fahren konnten. Umso wichtiger war es, uns die Linien und die neuen Passagen genau anzuschauen – gerade der untere, technisch anspruchsvollere Abschnitt verlangt viel Gefühl. Grundsätzlich ist es aber positiv, dass Igls keine reine Starterbahn mehr ist, sondern fahrerische Qualität wieder stärker ins Gewicht fällt“, verrät Bob-Nationaltrainer Wolfgang Stampfer.
Team Treichl „schon voll vorne dabei“
Der Umbau in Innsbruck-Igls – dem eingebauten Provisorium inklusive – verändert das gewohnte Erscheinungsbild der Bahn spürbar. Der untere Abschnitt ist komplexer geworden, die Linienwahl spannender. Das unterstreicht auch Markus Treichl, der zuletzt in Italien mit seinem Team nach monatelanger Wettkampfpause ein gelungenes Comeback gefeiert hat: „Ich habe mir den neuen Abschnitt beim ersten Training am Dienstag schon genau angesehen und ihn deutlich wilder erwartet. Er ist technisch anspruchsvoll und interessant zu fahren, aber aus meiner Sicht kein unlösbares Problem. Diese Annahme wurde auch nach den ersten Trainingsläufen im Zweierbob bestätigt. Heute werden wir noch schauen, wie sich diese Passage im Viererbob fahren lässt. Es ist tricky, aber definitiv machbar für uns.“
Die Befürchtung des 32-Jährigen, dass er nach seiner Verletzung mit einem großen körperlichen Defizit in die neue Saison starten würde, hat sich hingegen nicht bestätigt. „Am Anfang habe ich mir natürlich gedacht, die Verletzung war ein Fluch. Ich war lange mit einer Schiene unterwegs und bin erst so richtig im Juni wieder ins Training eingestiegen. Aber ich muss sagen, dass jetzt eigentlich der athletische Rückstand kleiner ist, als ich mir gedacht habe. Man hat in Cortina am Start gesehen, dass wir vorne schon voll dabei sind – vor allem im Vierer“, verrät Treichl.
Beierl mit Selbstvertrauen nach Innsbruck-Igls
Auch Bob-Pilotin Katrin Beierl ist nach Rang 5 im Zweierbob mit viel Selbstvertrauen nach Innsbruck-Igls gekommen. Bereits in der vergangenen Woche absolvierte die Niederösterreicherin ein paar Fahrten im Monobob. „Im neuen unteren Abschnitt wird entscheidend sein, möglichst wenig Bandenkontakt zu haben und sauber zu fahren. Eine ganz perfekte Linie wird es unten wohl heuer nicht geben – aber wer wie in Cortina die wenigsten Fehler macht, nimmt den Speed mit und wird am Ende die besten Zeiten haben“, berichtet die 32-Jährige, die im Zweierbob dieses Mal mit Christania Williams an den Start gehen wird.
Neben Katrin Beierl und Markus Treichl werden auch Lea Haslwanter und Jakob Mandlbauer den Heimweltcup in Angriff nehmen. Das Duo nahm aus Cortina wichtige Erkenntnisse und Erfahrungswerte mit, die sie nun in Innsbruck-Igls im Eiskanal sofort erfolgreich umsetzen wollen. Am kommenden Wochenende geht es also nicht nur um Weltcuppunkte, sondern um eine weitere Standortbestimmung in der Olympia-Saison.
ZEITPLAN BOB-WELTCUP INNSBRUCK-IGLS (AUT)
Samstag, 29. November 2025
Zweierbob Männer (9:15/10:45 Uhr live in ORF SPORT +)
Monobob Frauen (13:15/14:45 Uhr live in ORF SPORT +)
Sonntag, 30. November 2025
Zweierbob Frauen (9:00/10:30 Uhr ORF SPORT +)
Viererbob Männer (13:00/14:30 Uhr ORF SPORT +)