Österreichischer Bob- und Skeletonverband

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EM-Silber und Weltcup-Zweite

Konstant, konstanter, Janine Flock: Die Tirolerin gewann bei der Skeleton-Europameisterschaft am Freitag in St. Moritz Silber, holte damit seit 2013 die zehnte EM-Medaille (3 x Gold, 3 x Silber, 4 x Bronze) in Folge! Mit Platz 4 im Weltcup schaffte Flock in der Gesamtwertung im achten und letzten Rennen noch den Sprung von 4 auf 2.

„Ich bin nach den Trainingsleistungen hier echt erleichtert, dass es mit der EM-Medaille geklappt hat und unsere Serie hält! Zehn Medaillen in Folge, mein dritter Vize-Europameistertitel, das war harte Arbeit. Danke an mein Team, das heute mit mir volles Risiko gegangen ist. Wir haben eine neue Kufe erstmals im Rennen eingesetzt und haben damit Top-Speed (Anm.: 137,8 km/h) im zweiten Lauf erzielt“, jubelt Janine Flock.

Trainer-Freund Matthias Guggenberger sieht das ähnlich: „Wir haben als Team gezeigt, dass wir im Medaillenrennen dabei sind. Janine hat sich am Start extrem entwickelt, das Materialsetup passt, wir können uns an viele äußere Bedingungen anpassen. Platz 2 im Gesamtweltcup und Vize-Europameisterin – das kann Janine niemand mehr nehmen! Das ist genau der Formaufbau, den wir uns Richtung Olympischer Spiele in Peking gewünscht haben. Dort wartet jetzt das große Ziel.“

Das letzte Rennen vor Olympia entwickelte sich zum internationalen Schaulauf: Sportlerinnen aus 7 Nationen finden sich in den Top-10 der Ergebnisliste! Ganz vorne trug sich Jaclyn Narracott als erste Skeleton-Weltcupsiegerin für Australien ein. Die 31-Jährige aus Brisbane war bislang im Weltcup nie besser platziert als auf Rang 11.

Zweite und damit Europameisterin wurde Weltcup-Dominatorin Kimberley Bos. Die 28-jährige Physiotherapeutin holte damit nicht nur den ersten EM-Titel, sondern auch den ersten Gesamtweltcupsieg im Skeleton für die Niederlande.

Weltcupfinale St. Moritz,
gilt gleichzeitig als Europameisterschaft
1. Jaclyn Narracott (AUS) 2:17,56 Minuten
2. Kimberley Bos (NED) +0,06 Sekunden = EM-Gold
3. Mirela Rahneva (CAN) +0,66
4. Janine Flock (AUT) + 0,80 (1. Lauf 1:09,16/2. Lauf 1:09,20) = EM-Silber
5. Valentina Margaglio (ITA) +0,92 = EM-Bronze

Skeleton-Weltcup
Endstand nach Rennen
1. Kimberley Bos (NED) 1390 Punkte
2. Janine Flock (AUT) 1481
3. Elena Nikitina (RUS) 1458
4. Tina Hermann (GER) 1436

Foto: IBSF
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Hoffnung auf St. Moritz lebt

Für Österreichs Bob-Aushängeschild Benjamin Maier besteht weiterhin die Hoffnung, dass er am kommenden Wochenende beim Weltcup in St. Moritz an den Start gehen kann. Nationaltrainer Wolfgang Stampfer: „Er ist weiterhin symptomfrei. Ein zweiter in Innsbruck durchgeführter PCR-Test ergab allerdings auch ein positives Ergebnis. Wir hoffen nun, dass er sich am Mittwoch freitesten kann, um dann nach St. Moritz nachzureisen und am Donnerstag das Abschlusstraining bestreiten zu können.”

Fix in der Schweiz wieder mit dabei sein wird das Team um Markus Treichl, der in Winterberg verletzungsbedingt pausiert hatte. Die Blessur hat sich bei Untersuchungen allerdings als nicht schwerwiegend herausgestellt. „Es ist eine Entzündung. Damit sollte beim nächsten Bewerb alles passen”, sagt Stampfer.

Im Zweier-Bewerb der Damen landete Katrin Beierl mit Partnerin Jennifer Onasanya am Sonntag auf Rang elf. „Im ersten Lauf haben sie den Start etwas abgekürzt, da sie, nachdem vor ihnen zwei Bobs gegen die Wand gefahren sind, etwas verunsichert waren. Auch war die Fahrt im Mittelteil nicht so gut. Im zweiten Durchgang war’s sowohl am Start als auch fahrerisch in Ordnung”, sagte Stampfer.

Bob-Weltcup Winterberg:
Zweierbob Damen: 1. Nolte/Levi (D) 1:57.15, 2. Kalicki/Fiebig (D) 0.13, 3. Humphries/Hoffman (USA) +0.15, … 11. Beierl/Onasanya (Ö) +0.92.

Foto: IBSF
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Letzter Akt vor Olympia

Das ging rasant! Am Freitag (9 und 10.30 Uhr live auf ORF Sport +) finden auf der einzigartigen Naturbahn in St. Moritz-Celerina das Skeleton-Weltcupfinale und gleichzeitig die Europameisterschaften statt.

Janine Flock kommt als Weltcup-Titelverteidigerin und nach 7 von 8 Rennen mit einem Saisonsieg als aktuelle Gesamt-Vierte in die Schweiz. Der Rückstand auf die führende Niederländerin Kimberley Bos (1390 Punkte), die im Vorjahr Platz 3 in der Gesamtwertung belegte, beträgt 101 Punkte. Für einen Sieg gibt es 225 Weltcup-Zähler.

Bei der EM hat die Tirolerin eine stolze Serie von 9 Medaillen (3 x Gold, 2 x Silber, 4 x Bronze) in Folge seit 2013 zu verteidigen. Regierende Europameisterin ist die russische Sprintrakete Elena Nikitina, derzeit auf Platz 2 (1322 Punkte) in der Gesamtwertung.

„Diese Serie will ich natürlich nicht reißen lassen“, sagt Flock kämpferisch. „Obwohl ich im Training gesehen habe, dass hier einige meiner Konkurrentinnen saumäßig schnell sind.“ Allen voran die Kanadierin Mirela Rahneva und die deutsche Weltmeisterin Tina Hermann (aktuelle Gesamt-Dritte mit 1322 Zählern) mit Spitzengeschwindigkeiten von knapp 139 km/h.

„Ich habe eine 50:50-Chance, wie ich den Horse Shoe (Anm.: ein U-Turn in der Mitte der ältesten Bob-Bahn der Welt) erwische. Da habe ich im Training bei einigen Fahrten meine Probleme gehabt und viel Speed liegen lassen. Ich werde alles versuchen, um gut zu performen. Ich liebe dieses Natureis und das Dahingleiten auf dieser einmaligen Bahn, auch das Wetter ist ein Traum, ich werde das Rennen genießen!“

Foto: IBSF
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Kein Österreicher am Start

Schock im österreichischen Bob-Lager! Benjamin Maier und ein Physiotherapeut des Nationalteams wurden am Freitagabend in Winterberg positiv auf Corona getestet. Daraufhin wurde sofort die Heimreise angetreten. Nachdem auch das Team von Markus Treichl in Winterberg pausiert, steht an diesem Weltcup-Wochenende kein Herrenschlitten am Start.

Nationaltrainer Wolfgang Stampfer: „Die Situation ist völlig skurril. Denn in Deutschland gelten offenbar andere Grenzwerte als in Österreich, wo Benni nicht positiv wäre. Es ist jetzt unser Ansinnen, so schnell als möglich eine Lösung für die kommenden Bewerbe zu finden. Mit den zuständigen Behörden in Österreich in Kontakt zu treten, war uns bisher aber nicht möglich. Eine Teilnahme am nächsten Wochenende in St. Moritz ist wohl nur möglich, wenn Benni einen Genesungsbescheid vorlegen kann. Wenn er bei uns als negativ gilt, kann der aber kaum erbracht werden. Ehrlich gesagt bin ich relativ ratlos momentan.”

Das gesamte Bob-Lager ist vollständig geimpft und geboostert. Maier weist bis dato auch keinerlei Symptome auf. Rücksprache wurde auch bereits mit dem ÖOC gehalten. „Mit der Reise nach Peking sollte es keine Probleme geben, da es noch eine gewisse Zeitspanne bis 28. Jänner gibt”, sagt Stampfer.

Beierl auf Rang elf

Katrin Beierl bestritt am Samstag den Monobob-Bewerb und landete auf Rang elf. Stampfer: „Leider konnte sie ihren zuletzt gezeigten Aufwärtstrend am Start nicht fortsetzen. Nach ihrem jüngsten Trainingssturz hat sie aber auch Knieprobleme. Die Leistung in der Bahn war von ihr aber ordentlich.”

Bob-Weltcup Winterberg:
Monobob Damen: 1. Meyers Taylor (USA) 1:58.76, 2. Walker (Aus) +0.17, 3. Nolte (D) +0.25, 4. Humphries (USA) +0.41, 5. Appiah (Kan) +0.46, … 11. Beierl (Ö) +1.23.
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Benni Maier muss passen

Es war ein Wettlauf mit der Zeit! Am Donnerstag musste Bob-Pilot Benjamin Maier für den Weltcup und die Europameisterschaft in St. Moritz allerdings passen. Mittwochfrüh trat er in Innsbruck zu einem PCR-Test an, um die Corona bedingte Quarantäne verlassen zu können. Das Ergebnis war nach mehr als 24 Stunden am Donnerstag aber immer noch ausständig.

„Die Situation ist natürlich frustrierende. Wir verlieren durch unsere Abwesenheit in St. Moritz wertvolle Punkte. Aber schimpfen hilft jetzt auch nichts. Wir müssen das Beste aus der Situation machen und uns den Umständen entsprechend optimal auf die Olympischen Spiele in Peking vorbereiten”, sagt Maier, der am Donnerstag das Abschlusstraining in St. Moritz bestreiten hätte müssen, um für die Bewerbe startberechtigt zu sein.

Nationaltrainer Wolfgang Stampfer: „Benni ist ein Opfer der aktuellen Situation. Es ist nicht nur so, dass er seine gute Platzierung im Weltcup verliert, sondern auch seine eigentlich gute Startnummer. Und was Peking angeht, hängen wir auch völlig in der Luft. Nach seinem positiven Test wissen wir nicht, wie die Behörden in China dann damit umgehen. Und Auskünfte bekommt man von dort keine. Es ist ein Lotteriespiel.”

Nachdem auch Katrin Beierl die Rennen in St. Moritz auslässt und sich auf die Olympiavorbereitung konzentriert, steht in der Schweiz nur noch das Team rund um Markus Treichl am Start.

Skeletonis zuversichtlich

Österreichs Skeletonis zeigen sich für den Weltcup und die gleichzeitig ausgetragene Europameisterschaft am Freitag zuversichtlich, wissen aber auch um die Tücken der Naturbahn in der Schweiz.

Samuel Maier„Die Bahn steht sehr gut da und ist im Vergleich zu den vergangenen Jahren enorm schnell. Da sind Spitzengeschwindigkeiten bis zu 140 Stundenkilometer möglich. Meine Trainingsläufe waren okay, im Horse-Shoe hatte ich aber im Abschlusstraining einige Probleme. Abgesehen davon war ich gut unterwegs und in gewissen Teilen richtig schnell.”

Alexander Schlintner: „Ich bin im Abschlusstraining gut auf Linie gekommen, die Zeiten haben gepasst. Ich hoffe, dass ich meine Leistung im Wettkampf abrufen kann. St. Moritz ist immer ein ganz spezielle Herausforderung, da sich der Kurs als Naturbahn jedes Jahr anders präsentiert. Da muss man in den ersten Fahrten immer etwas rum probieren.”
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0,23 Sekunden fehlten aufs Podium

Eng, enger, Skeleton-Weltcup! Janine Flock fehlten am Freitag nach zwei Läufen in Winterberg ganze 0,23 Sekunden aufs Podest, trotzdem blieb unterm Strich mit Platz 8 die schlechteste Saisonplatzierung.

„Ich bin nicht gut gefahren", gibt sich die 32-jährige Weltcup-Titelverteidigerin selbstkritisch. „Im ersten Lauf bin ich nach Kurve 13 auf einer Kufe dahergekommen und wäre fast gelegen."

Im Gesamtweltcup fiel die Tirolerin von 2 auf 4 zurück, liegt aber nur 101 Punkte hinter der mit 1390 Punkten Führenden Kimberley Bos, die in Winterberg ihren bislang einzigen Saisonsieg vom Dezember mit einer Gesamtzeit von 1:56,04 Minuten wiederholte. Rang 2 mit 0,24 Sekunden Rückstand ging an die Deutsche Jacqueline Lölling, Dritte wurde die Russin Elena Nikitina (+0,43).

„Dass ich so viele Punkte verloren habe, ist ärgerlich. Aber solange sich meine Titelverteidigung theoretisch ausgeht, werde ich kämpfen", sagt Flock, die nächste Woche beim Weltcupfinale in St. Moritz (SUI) noch einmal die Chance auf die vollen 225 Punkte für einen Weltcupsieg hat.

Was nimmt sie aus Winterberg mit? „Auf jeden Fall die verbesserten Startzeiten, da bin ich auf dem richtigen Weg, ich muss nur endlich wieder zwei konstante Läufe hinbekommen!" Wie zuletzt bei ihrem Sieg in Sigulda.

Weltcup #7 Winterberg:
1. Kimberley Bos (NED) 1:56,04 Minuten
2. Jacqueline Lölling (GER) +0,24 Sekunden
3. Elena Nikitina (RUS) +0,43
4. Yulia Kanakina (RUS) +0,45
5. Mirela Rahneva (CAN) +0,50
6. Valentina Margaglio (ITA) +0,54
7. Tina Hermann (GER) +0,58
8. Janine Flock (AUT) +0,66 (1. Lauf 58,57 Sekunden/2. Lauf 58,13)

Foto: IBSF
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