Österreichischer Bob- und Skeletonverband

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Training gibt Anlass zur Hoffnung

Königssee ist am Wochenende die nächste Station im Bob-Weltcup. Und Österreichs Teams hoffen nach den zuletzt gezeigten Leistungen neuerliche auf Spitzenplätze.

Nationaltrainer Wolfgang Stampfer ist durchaus optimistisch: „Kati Beierl war im Abschlusstraining sehr gut dabei. Sie hat wieder gute Chancen, ganz vorne mitzufahren. Ähnlich schaut es bei Benni Maier aus. Seine Crews zeigten sich am Start wieder äußerst stark. Und vor allem im oberen Bereich war er ausgezeichnet unterwegs. Bei Markus Treichl müssen wir schauen, wie es am Start hinhaut. In der Bahn selbst ist er recht gut dabei.“

Kopfzerbrechen bereitet dem Team hingegen der Monobob der Frauen. „Da kam Kati im Training überhaupt nicht zurecht. Jetzt müssen wir mal das Renngerät unter die Lupe nehmen, ob es damit Probleme gibt. Grundsätzlich fehlen in dem Bewerb halt auch die Erfahrungswerte und es ist schwer, herauszufinden, welches Setup das beste ist“, sagt Stampfer.

Foto: IBSF
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Benni Maier rast auf Rang zwei

Versöhnliches Ende für Österreichs Bobmannschaft beim Weltcup in St. Moritz! Das Team Austrian Avalanche mit Benjamin Maier, Kristian Huber, Markus Sammer und Danut Moldovan raste am Sonntag im Viererbewerb auf den zweiten Rang und musste sich nur dem neuerlich siegreichen Quartett um Francesco Friedrich geschlagen geben.

„Wir sind natürlich richtig glücklich über das heutige Ergebnis. Vor allem die Startzeit von 4,99 im zweiten Lauf war sensationell. So kann es weitergehen“, sagte Benjamin Maier.

Nationaltrainer Wolfgang Stampfer: „Für uns natürlich ein traumhaftes Ergebnis. Die guten Startzeiten von Bennis Team sind die Basis für den Erfolg. Jetzt hoffen wir, dass wir bei den nächsten Weltcups an dieses Resultat anschließen können. Dann haben wir bei der WM auch eine gute Startnummer.

Katrin Beierl ist Weltcupführende

Katrin Beierl hatte in St. Moritz den Nachteil einer niederen Startnummer, zeigte aber mit der fünftschnellsten Zeit im zweiten Lauf, was sie zu fahren im Stande ist. Außerdem übernahm sie mit aktuell 1122 Punkten die Führung im Gesamtweltcup vor der Deutschen Laura Nolte (1061) und der Schweizerin Melanie Hasler (1048):

Bob-Weltcup St. Moritz:
Viererbob Herren: 1. Friedrich/Grothkopp/Schüller/Margis (D) 2:09.56, 2. Maier/Huber/Sammer/Moldovan (Ö) +0.29, 3. Kripps/Stones/Sommer/Coakwell (Kan) +0.49, … 14. Treichl/Mitterer/Eckschlager/Glück (Ö) +1.98.
Zweierbob Damen: 1. Schneider/Fiebig (D) 2:16.54, 2. Meyers/Hoffmann (USA) +0.08, 3. Hasler/Strebel (Sz) +0.19, … 10. Beierl/Onasanya (Ö) +0.97.

Foto: ÖBSV
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Skeletonis geteilt unterwegs

Skeleton-Nationaltrainer Walter Stern macht dieser Tage ordentlich Kilometer! Denn er pendelt fast täglich zwischen Königssee und St. Moritz. Während nämlich Florian Auer in Deutschland seinen nächsten Weltcup bestreitet, ist Samuel Maier an diesem Wochenende bei der Junioren-WM in der Schweiz engagiert.

„Flo scheint inzwischen nach einigen Tests die richtigen Kufen gefunden zu haben. Königssee wird ein ganz enges Rennen, Ziel ist dort wieder ein Top-Zwölf-Ergebnis, was Flo auch von sich selbst erwartet“, sagt Stern.

Bei der Junioren-WM wiederum ist Sami Maier ein heißer Medaillentipp. Stern: „Vergangene Woche im Weltcup hatte er richtig Pech, da bei einem Lauf von ihm die Zeitnehmung ausgefallen war. St. Moritz ist aber seine Bahn, auf der er richtig schnell ist. Da erwartet er von sich selbst einen Platz am Stockerl.“

Foto: IBSF
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Kein Tag der Österreicher

Kein Österreicher-Tag auf der Natureisbahn in St. Moritz! Im Zweierbob der Herrn landete Benjamin Maier auf Rang sieben. Rückkehrer Markus Treichl auf Rang 17. Im Monobob der Damen misslang Kati Beierl der erste Lauf. Sie musste sich am Ende mit Rang 15 begnügen.

Nationaltrainer Wolfgang Stampfer: „Bennis Startzeiten waren wieder richtig gut. In den Fahrten haben sich allerdings einige Fehler eingeschlichen. Ansonsten wäre Rang fünf sicher drinnen gewesen. Wir hatten im Vorfeld die Erwartungen aber auch etwas herunter geschraubt. Markus hatte auch mit seiner frühen Startnummer Pech. Denn im Laufe des Bewerbs wird die Bahn einfach schneller. Es gibt aber auch nach wie vor Aufholbedarf am Start. Kati muss den heutigen Monobob-Bewerb abhaken. Der Bob kam im ersten Lauf auf einer Gerade ins Schlingern. Und das Gerät ist dann kaum noch zu kontrollieren. Mariama Jamanka ist es ähnlich ergangen.“

Die Erwartungen für den Zweier-Bewerb der Damen und vor allem auch den Viererbewerb der Herren am Sonntag sind deutlich höher. „Wobei Kati leider wieder eine niedrige Nummer hat. Am Nachmittag beim Vierer sollte es dann weniger ein Startnummerrennen sein“, sagt Stampfer.

Bob-Weltcup St. Moritz:
Zweierbob Herren: 1. Friedrich/Schüller (D) 2:11.92, 2. Lochner/Bauer (D) +0.45, 3. Kripps/Stones (Kan) +0.92, … 7. Maier/Sammer (Ö) +1.43, … 17. Treichl/Mitterer (Ö) +2.72.
Monobob Damen: 1. Humphries (USA) 2.22.35, 2. Nolte (D) +0.20, 3. Fontanive (Sz) +0.29, … 15. Beierl (Ö) +2.61.

Foto: IBSF
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Königssee kann kommen

„Mit dieser Bahn habe ich noch eine Rechnung offen“, sagt Janine Flock und meint die älteste Kunsteisbahn der Welt am Fuße des imposanten Watzmann-Massivs mit Blick auf den Königssee.

„Königssee ist seit Jahren eine spezielle Herausforderung für mich, mit regelmäßigen Stürzen in der Kreiselausfahrt“, erzählt die Skeleton-Weltcup-Leaderin.

Auch ein Blick auf die Königssee-Statistik der dreifachen Saisonsiegerin bestätigt die Probleme: bei bislang 9 Weltcup-Starts hat die 31-jährige Heeressportlerin erst 2 Podestplätze (Zweite 2014 und Dritte 2018) auf der deutschen Bahn zu Buche stehen.

Umso mehr freut Janine Flock, dass sie den 1.244 Meter langen Eiskanal in diesem Jahr in Griff zu haben scheint: „Die Top-Zeiten im Training taugen mir voll! Ich habe das Videostudium im Abschlusstraining gut umsetzen können, habe das Vertrauen, den Speed aus dem Kreisel voll mitnehmen zu können. Und danach auch die Kombination von K 12 bis K 14, also Kehlsteinkurve, Seekurve und Echowand, aktiv zu fahren. Es fühlt sich gut an.“

Apropos gut anfühlen. Der Österreichische Bob- und Skeletonverband hat beim Weltcup in Königssee mit Boris Wittmann erstmals einen Chiropraktiker vor Ort, der sich um das körperliche Wohlbefinden von Florian Auer und Janine Flock kümmert. „Das ist natürlich ein Super-Service vom Verband für uns Athleten, weil es bei unserem Sport einfach um die richtige Balance geht. Und wenn da die Körperstatik nicht passt, das heißt Gelenke oder Wirbel nicht dort sind, wo sie hingehören, schnell Dysbalancen und damit Muskel- und Sehnenprobleme entstehen. Hoffentlich begleitet uns Boris auch im Herbst zu den Testfahrten auf der Olympiabahn in China.“
Doch bevor die letzte Detailplanung Richtung Olympia beginnt, geht es für Janine Flock vorerst um die letzten beiden Weltcuprennen und ihren zweiten Skeleton-Weltcupgesamtsieg nach 2015. Schon am Freitag in einer Woche steht das Weltcupfinale daheim in Innsbruck-Igls an, wo Flock zuletzt mit Streckenrekord (1:53,47) gewann.

Skeleton-Weltcup # 7, Königssee:
10 Uhr und 11.30 Uhr live auf ORF Sport+

IBSF SKELETON WELTCUP 2020/21
Stand nach 6 Rennen
1. Janine Flock (AUT) 1285 Punkte
2. Tina Hermann (GER) 1195
3. Jacqueline Lölling (GER) 1096
3. Kimberley Bos (NED) 998
4. Anna Fernstaedt (CZE) 976
5. Hannah Neise (GER) 912
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Weltcupführung mit Platz zwei ausgebaut

Die Serie am Siegespodest ging auch am Freitag auf der Olympia-Eisbahn in St. Moritz-Celerina weiter: Janine Flock lachte auch im sechsten Skeleton-Weltcuprennen dieser Saison vom Stockerl, nach 3 Siegen und zwei dritten Plätzen, war es diesmal Rang 2.

Dass die Weltcupführende nicht wieder ganz oben stand, lag an Vorjahressiegerin Tina Hermann. Die deutsche Weltmeisterin erwischte im Finale einen Top-Lauf mit der Tagesbestzeit von 1:10,06 Minuten und fing damit noch die Halbzeitführende Janine Flock um 0,32 Sekunden ab.

Immerhin sprengte die 31-jährige Tiroler Heeressportlerin in ihrem 85. Weltcuprennen mit Platz 2 hinter Hermann die deutsche Phalanx: auf den Rängen 3 und 4 folgten Weltcup-Titelverteidigerin Jacqueline Lölling und deren deutsche Teamkollegin Hannah Neise.

Flock baute vor den letzten beiden Saisonrennen die Weltcupführung auf 1285 Punkte und 90 Zähler Vorsprung auf ihre erste Verfolgerin Tina Hermann aus.

Analyse von Flock-Trainer und Lebenspartner Matthias Guggenberger: „Wenn man so viele Fehler macht, darf man mit Platz 2 nicht unzufrieden sein. Das ist Jammern auf sehr hohem Niveau. Janine ist keine Maschine, immerhin trägt sie noch immer das Gelbe Trikot. Wir werden dieses Rennen abhaken und sofort mit der Vorbereitung auf das nächste beginnen.“
Nächsten Freitag steht schon der Weltcup in Königssee (GER) am Programm und einen Freitag weiter das Weltcupfinale daheim in Innsbruck Igls.

Foto: IBSF
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