Österreichischer Bob- und Skeletonverband

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Entscheidend werden die Starts

Österreichs Bobteams zeigten im Training für die EM in Sigulda gute Leistungen

Eigentlich war das österreichische Bobteam ohne allzu große Erwartungen zur Europameisterschaft nach Sigulda (Lettland) aufgebrochen, zumal wegen der engen Bahn dort auch kein Viererbewerb gefahren wird. Die während der Wochen im Training gezeigten Leistungen ließen dann aber plötzlich aufhorchen.

Nationaltrainer Wolfgang Stampfer: „Sowohl Benni Maier als auch Markus Treichl kamen mit der Bahn sehr gut zurecht. Da waren sie voll bei der Musik. Über eine gute Platzierung werden am Ende dann halt wieder die Starts entscheidend. Und da müssen wir sehen, ob die beiden nach ihren Verletzungen in der Lage sind, in die Vollen zu gehen. Das ist auch ein bisschen eine psychologische Sache.“ Und Katrin Beierl? Die hatte in der vergangenen Saison in Sigulade eine kapitale Brezen geschossen, wollte von der dortigen Bahn nichts mehr wissen. „Großer Respekt, Kati hat ihre Angst überwunden. Im Training waren noch ein, zwei Hakler dabei. Aber bei ihr können wir durchaus mit einem Platz unter den Top-Sechs rechnen“, sagt Stampfer.

Bob EM & Weltcup Sigulda, Programm:
Freitag, 14. Februar: 18 Uhr – Bob Damen EM & Weltcup
Samstag, 15. Februar: 16.30 – Zweierbob Herren Weltcup
Sonntag, 16. Februar: 13.30 – Zweierbobh Herren EM & Weltcup

Foto: Hansjörg Kössler
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Im Vierer schaut der Welt besser aus

Beide Bobs landeten in St. Moritz unter den Top-Ten

Deutlich besser als im Zweierbewerb verlief am Sonntag das Viererbobrennen beim Weltcup in St. Moritz. Mit Benjamin Maier auf Rang sechs und Markus Treichl auf Rang neun schafften beide österreichischen Piloten den Sprung unter die Top-Ten. Während sich Treichl im zweiten Lauf um sechs Plätze nach vorne arbeitete, verlor Maier leider zwei Ränge. Auf den überraschenderweise nur auf Rang fünf klassierten Francesco Friedrich fehlte ihm Ende gerade eine Hundertstel.

Nationaltrainer Wolfgang Stampfer: „Vor allem die Anschieber beider Teams haben das heute wunderbar gemacht. Benni erwischte vor allem einen tollen ersten Lauf, im zweiten ist er leider etwas zu viel gerutscht, hat damit eine noch bessere Platzierung verschenkt. Markus hat den ersten Lauf verhaut. Der zweite war aber top. Entsprechend lang ist er dann auch in der Leaderbox gestanden. Für die noch ausstehende WM sind wir im Viererbob guter Dinge.“ Weltcup Viererbob, St. Moritz: 1. Kripps/Sommer/Stones/Coakwell (Kan) 2:11.12, 2. Kibermanis/Kaufmanis/Vilkaste/Miknis (Let) +0,13, 3. Lochner/Bauer/Weber/Schneider (D) +0,34, 4. Walther/Korona/Schwenzfeier/Franke (D) +0,56, 5. Friedrich/Bauer/Grothkop/Margis (D) +0,70, 6. Maier/Stepan/Sammer/Moldovan (Ö) +0,71, … 9. Treichl/Glück/Mitterer/Huber (Ö) +1,20.

Foto: Hansjörg Kössler
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Der Sport geht in die falsche Richtung

Christian Auer übt scharfe Kritik an der Einfachheit der heutigen Bahnen

Die Skeleton-Europameisterschaft in Sigulda wird für Österreichs beiden jungen Tiroler Piloten Florian Auer und Samuel Maier ein weiterer Lernprozess sein. „Die letzten Trainingsläufe haben gezeigt, dass sie hinsichtlich Material und Linienwahl gut unterwegs sind. Das große Manko, das bleibt, ist der Start. Um das auszumerzen, müssen wir in der nahen Zukunft intensiv an der Starttechnik arbeiten, um in Hinblick auf Olympia 2022 näher an die Spitze zu rücken“, sagt Sportkoordinator und Ex-Pilot Christian Auer.

Der aber auch warnt: „Bis zu einem Zehntel kann man ausarbeiten. Ob das reicht, ist zu bezweifeln. Grundsätzlich entwickelt sich der Sport in eine völlig falsche Richtung. Denn das fahrerische Können spielt inzwischen kaum noch eine Rolle. Die Bahnen werden einfach zu leicht. Alleine mit dem Start wird das Rennen praktisch schon entschieden. Mit Verlaub: Da kann ich einen Anschiebwettbewerb auch machen und nach 150 Metern die Zielfahne schwenken. Die verantwortlichen Funktionäre werden sich mal überlegen müssen, ob sie damit nicht einerseits die Sportler frustrieren und andererseits auch die Zuschauer vertreiben.“ Skeleton Europameisterschaft Sigulda:
Samstag, 15. Februar: 12 Uhr – Skeleton Herren EM und Weltcup
Sonntag, 16. Februar: 10 Uhr – Skeleton Damen EM und Weltcup

Foto: Daniel Liebl
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Nur Kati unter den Top 10

Österreichs Damen-Aushängeschild erreichte in St. Moritz Rang sieben

Die Zweier-Bewerbe beim Bob-Weltcup in St. Moritz verliefen für Österreichs Team bescheiden. Einzig Katrin Beierl erreichte mit Partnerin Jennifer Onasanya mit Rang sieben einen Top-Ten-Platz. Und auch sie war nicht wirklich zufrieden. „In den Fahrten waren keine allzu großen Fehler drinnen. Aber wir haben einfach wieder im oberen Teil viel zu viel Zeit verloren. Der Start ist leider immer noch unser Manko. Daran müssen wir hart arbeiten“, sagte Beierl. Die das Rennen in St. Moritz wie jenes vor einer Woche in Königssee in ihrem alten Bob bestritt. „Ich fühle mich darin etwas sicherer, tausche aber immer wieder mit dem neuen Renngerät. Ich denke, dass mich das fahrerisch weiter bringt.“ Nichts zu bestellen gab’s für Benjamin Maier und Markus Treichl im Zweier der Herren. Sie belegten die enttäuschenden Ränge 19 und 20.

Ernüchternd dann auch die Bilanz von Nationaltrainer Wolfgang Stampfer: „Kati hat zumindest im unteren Teil der Bahn mithalten können. Leider ist in der Nacht vor dem Rennen Jennifers Großvater verstorben, was für ihre Psyche sicher auch nicht gut war. Bei den Burschen müssen wir jetzt hinsichtlich der weiteren Zweier-Bewerbe, die heuer noch anstehen, überlegen, ob ein Start Sinn macht. Weder Benni noch Markus können voll starten. Und da ist dann natürlich die Zeit sofort weg.“ Zweierbob-Weltcup St. Moritz, Damen: 1. Humphries/Gibbs (USA) 2:17.18, 2. Jamanka/Lipperheide (D) +0,16, 3. Schneider/Fiebig (D) +0,17, 4. Fontanive/Pasternack (Sz) +0,29, 5. De Bruin/Bujnowski (Kan) +0,54, 6. Nolte/Strack (D) +0,55, 7. Beierl/Onasanya (Ö) +0,78. Herren: 1. Lochner/Weber (D) 2:14.19, 2. Friedrich/Schüller (D) +0,21, 3. Kibermanis/Miknis (Let) +0,28, 4. Stulnev/Malykh (Rus) +0,57, 5. Kripps/Stones (Kan) +0,62, … 19. Maier/Sammer (Ö) +2,53, 20. Treichl/Huber (Ö) +3,33.

Foto: IBSF
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Enttäuschung über Blech

Benjamin Maier verfehlte bei Junioren-WM im Vierer Medaille um fünf Hundertstel

Nichts wurde es für Benjamin Maier mit der erhofften Medaille im Viererbewerb der Bob-Junioren-Weltmeisterschaft in Winterberg. Der Tiroler musste sich mit seinem Team am Sonntag mit Rang vier begnügen. Zwischen Bronze und Blech lagen gerade einmal fünf Hundertstel. „Es ist natürlich enttäuschend, wenn man nicht am Podium steht. Nach Rang zwei im ersten Lauf hatte Benni alle Chancen. Aber die Burschen haben dann sowohl am Start als auch in der Bahn wertvolle Hundertstel liegen lassen. Und dann bist du halt auch gleich runter vom Stockerl“, sagte Nationaltrainer Wolfgang Stampfer.

Junioren-WM Viererbob Winterberg: 1. Gaitiukevich/Zharovtsev/Kazantsev/Mordasov (Rus) 1:51.56, 2. Ölsner/Strauß/Bosse/Frytz (D) +0,07, 3. Jannusch/Neumann/Gessenhardt/Heber (D) +0,13, 4. Maier/Walch/Mitterer/Huber (Ö) +0,18.

Foto: IBSF
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Maier wiederholt bestes Welcupergebnis

Auch in St. Moritz flitzte der Skeletonpilot auf den 14. Rang

Mit einer Laufbestzeit im Training am Donnerstag hatte Tirols Skeletonpilot Samuel Maier Hoffnungen auf eine Top-Platzierung im Rennen am Freitag geweckt. Ganz konnte er die Erwartungen nicht erfüllen. Mit Rang 14 in der Endwertung erreichte er aber wie schon vor einer Woche am Königssee seine bisher beste Weltcupplatzierung. Nach dem ersten Lauf war Maier noch auf Rang 16 gelegen.

Wiederum nicht nach Wunsch verlief der Bewerb für Florian Auer, der sich letztlich mit Rang 20 begnügen musste. Er hatte leider schon im ersten Lauf direkt nach dem Start zwei Fehler eingebaut, die wertvolle Geschwindigkeit kosteten.

Weltcup St. Moritz, Skeleton Herren: 1. M. Dukurs (Let) 2:15.89, 2. Keisinger (D) +0,31, 3. Jungk (D) +0,34, 4. Yun (Kor) +0,36, 5. Gassner (D) +0,38, … 14. Maier (Ö) +1,64, … 20. Auer (Ö) +2,30.

Foto: IBSF
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