Österreichischer Bob- und Skeletonverband

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TAG ZWEI VERLIEF ENTTÄUSCHEND

Auch nach dem Weltcup am Sonntag herrschte in Österreichs Bob-Lager Enttäuschung vor. Benjamin Maier landete im zweiten Zweier-Bewerb neuerlich auf Rang zwölf, Markus Treichl auf Platz 16.

„Mit der Leistung können wir natürlich nicht zufrieden sein. Der Start war wieder zu langsam, in der Bahn sind die gleichen Fehler wie im ersten Bewerb passiert. Für das Rennen nächste Woche dürfen wir uns keine Wunderdinge erwarten“, sagte Maier.

Ähnlich die Situation bei Treichl: „Wir müssen ganz einfach mehr an der Athletik arbeiten. Wenn du schon am Start so einen großen Rückstand aufreißt, hast du in Innsbruck keine Chance.

Nationaltrainer Wolfgang Stampfer fand deutliche Worte: „Der Start in das Einmaleins des Bobsports. Wenn du da schon so weit hinten bist, ist einfach nichts mehr drinnen. Es sind jetzt alle gefordert, daran intensiv zu arbeiten. Zum Glück ist die Saison ja noch nicht zu Ende, auch wenn sie diesmal relativ kurz ist.”

Im Zweier-Bob der Damen musste sich Kati Beierl mit Partnerin Jennifer Onasanya mit Rang fünf begnügen. „Im ersten Lauf haben wir am Start zu viel verloren. Das war im zweiten besser. Aber ein Drift im oberen Teil hat mir dann zu viel Zeit gekostet, auch wenn die restliche Fahrt okay war. Zum Glück haben wir nächstes Wochenende gleich die Chance, es besser zu machen.“

Weltcup Innsbruck/Igls, Zweierbob Herren: 1. Friedrich/Margis (D) 1:43.29, 2. Lochner/Rasp (D) +0.16, 3. Kibermanis/Miknis (Let) +0.35, … 12. Maier/Moldovan (Ö) +1.24, … 16. Treichl/Glaboniat (Ö) +1.55.
Zweierbob-Damen: 1. Nolte/Levi (D) 1:47.00, 2. Kalicki/Strack (D) +0.30, 3. Jamanka/Fiebig (D) +0.45, 4. McNeill/Douglas (GBR) +1.13, 5. Beierl/Onasanya (Ö) +1.17.

Foto: IBSF
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TOP-TEN-PLÄTZE FÜR SKELETONIS

Tolle Leistung von Österreichs Skeleton-Herren beim heutigen Weltcup in Innsbruck/Igls! Sowohl Samuel Maier als auch Florian Auer schafften den Sprung in die Top-Ten und landeten auf den Plätzen sieben und neun.

Da war auch Nationaltrainer Walter Stern happy: „Beide haben zu Recht eine riesige Freude. In den Geschichtsbüchern müssen wir lange zurückblättern, um so ein Ergebnis zu finden. Sami und Florian haben den Heimvorteil auf unserer Bahn optimal genutzt.“

Dabei wäre sogar noch etwas mehr möglich gewesen. Maier kassierte im ersten Lauf eine Bande und hatte im zweiten ab dem Kreisel und speziell im Labyrinth einige Probleme. „Trotzdem war seine Leistung gut“, attestiert Stern. Was auch für Auer gilt: „Gerade seine zweite Fahrt war sehr schön. Er hat jetzt gesehen, dass er absolut dabei ist.“

Samuel Maier: „Nach dem Training wäre ich mit einen Top-Ten-Platz zufrieden gewesen. Das habe ich auch geschafft. Ein, zwei Fehler hab’ ich aber drinnen gehabt, was mich im Nachhinein etwas ärgert. Mit dem Ergebnis bin ich aber richtig glücklich.“

Florian Auer: „Mir fällt echt ein Stein vom Herzen. Vor dem ersten Lauf war ich noch etwas nervös. Im zweiten habe ich dann auch am Start zulegen können, die Fahrt ist dann wirklich super gewesen. Das gibt mir Selbstvertrauen für die nächsten Rennen.“

Skeleton-Weltcup Innsbruck, Herren: 1. Dukurs (Let), Tretiakov (Rus) 1:43.52, 3. Tregubov (Rus) +0.02, 4. Weston (GBR) +0.15, 5. Gassner (D) +0,31, … 7. Maier (Ö) 0.40, … 9. Auer (Ö) 0.58.

Foto: IBSF
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KATI HOLTE DIE KOHLEN AUS DEM FEUER

„Natürlich wären wir gerne besser in die Saison gestartet. Aber leider wurden wir heute im Herrenbewerb etwas negativ überrascht“, sagte Bob-Nationaltrainer Wolfgang Stampfer nach dem ersten Zweier-Bewerb der Herren in Innsbruck/Igls. Die Plätze zwölf für Benjamin Maier und 18 für Markus Treichl waren zweifelsohne nicht das, was man sich vorgestellt hatte.

„Beide Teams haben einfach schon am Start zu viel Zeit verloren. Ich hätte mir sie an die fünf Hundertstel schneller erwartet. Dazu kamen speziell bei Beni auch Fehler im unteren Bereich dazu“, sagte Stampfer, der sich für Sonntag eine leichte Verbesserung erhofft. „Die aktuellen Rückstände, die auch mangelnder Rennerfahrung in dieser Saison geschuldet sind, können wir nicht über Nacht ausmerzen. Mit besseren Starts sollte es aber hoffentlich einige Plätze nach vorne gehen.“

Bei Markus Treichl wird am Sonntag Gregor Glabonjat als Bremser mit im Bob sein. „Sebastian Mitterer hat Probleme mit einem Arm“, sagt Stampfer, der auch ankündigt, dass am Bob von Treichl wohl die Kufen getauscht werden.

Die Kohlen aus dem Feuer holte in Igls Kati Beierl, die im Monobob-Bewerb auf Rang drei fuhr. „Am Start war ich nicht ganz so gut, aber sonst sind mir die zwei Fahrten über die Verhältnisse gut gelungen. Besonders erfreulich war, dass ich auch meine Problemkurve neun beide Male gut erwischt habe. Das stimmt mich auch für den Zweier-Bewerb am Sonntag optimistisch“, sagte die Polizeisportlerin.

Stampfer: „Kati hat zwei super Fahrten geliefert und eine gerechte Platzierung erreicht. Um auch auf anderen Bahnen aufs Podest zu fahren, muss sie am Start aber auch noch zulegen.“

Bob-Weltcup Innsbruck/Igls:
Zweier-Bob Herren: 1. Lochner/Franke (D) 1:42.93, 2. Friedrich/Margis (D) +0.30, 3. Kibermanis/Miknis (Let) +0.47, … 12. Maier/Sammer (Ö) +1.37, … 18. Treichl/Mitterer (Ö) +1.83.
Monobob Damen: 1. Walker (Aus) 1:51.08, 2. Nolte (D) +0.44, 3. Beierl (Ö) +0.56, 4. Hasler (Sz) +0.84, 5. McNeill (GBR) +1.05

Foto: IBSF
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FLOCK „FREMDELTE” MIT DER HEIMBAHN

Weltcup-Doppel daheim für Doppel-Siegerin Janine Flock. Am Freitag (1. Lauf 14.15 Uhr/2. Lauf 15.45 Uhr, live auf ORF Sport+) findet das dritte Skeleton-Weltcuprennen der Saison auf der Olympiabahn in Innsbruck-Igls statt.

Dort kämpft man derzeit mit den Wetterbedingungen. Das Bahntraining am Montag musste aufgrund der Schneefälle abgesagt werden. „Der Schnee ist nass, gefriert sofort und die Bahnarbeiter müssen ständig rauf und runter. Die leisten da Unglaubliches“, lobt Janine Flock, die hier als Gesamtweltcupführende und Gewinnerin der beiden Auftaktrennen im lettischen Sigulda naturgemäß als Favoritin gilt.

Beim Abschlusstraining am Mittwochnachmittag bestätigte die 31-jährige Heeressportlerin ihre Top-Form mit Top-Zeiten. Mit 55,40 und 54,94 Sekunden war sie jeweils die schnellste Dame ihre Trainingsgruppe, nur beim Vormittagstraining war Superstarterin Elena Nikitina einmal mit 55,39 um eine Hundertstelsekunde schneller.

„Sie gehört sicherlich auch zu meinen größten Konkurrentinnen“, sagt Flock, die mit ihren Starts und den Materialtests im Vorfeld zufrieden ist.

Den Heimvorteil sieht die Tirolerin heuer mit nur 8 Trainingsfahrten als begrenzt: „Klar, es ist meine Heimbahn, ich habe viele coole Rennen hier erleben dürfen. Im Jänner 2019 habe ich hier meinen dritten Europameistertitel gewonnen, letztes Jahr war ich beim Weltcuprennen Zweite. Heuer ist alles etwas anders. Die Bahn ist das genaue Gegenteil zu Sigulda. Man kommt hier schnell einmal runter, aber schnell sein ist nicht einfach. Man muss den Druck aufbauen, den Zug aus den langgezogenen Kurven mitnehmen und dann den Schlitten frei gehen lassen. Weniger ist mehr auf dieser Bahn. Es war eine große Umstellung, die Bahn hat noch nie so gefremdelt, wie heuer.“

Apropos fremdeln. Im Corona-Jahr fühlt sich auch Heimkommen anders an: „Wir sind von der einen Blase in die andere übersiedelt, wurden am Freitag, Sonntag und heute getestet. Bisher sind alle Skeleton-Athleten negativ. Das heißt, die strengen Guidelines der IBSF wirken. Wir dürfen ja nur zum Einkaufen von Lebensmitteln raus. Auch für meine Familie daheim ist das ungewöhnlich, aber ich treffe mich nur Outdoor mit ihnen, in den Innenräumen bleibe ich nicht lange, trage immer Maske. Da haben alle, auch Oma und Opa, großes Verständnis für meine Situation. Ich bin da wirklich sehr vorsichtig.“

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WELTCUPFÜHRUNG VERTEIDIGT

Turbulenter Heim-Weltcup für die Skeleton-Damen am Freitag in Innsbruck-Igls mit einer Kollision und einem gestrichenen ersten Lauf!

Auf der Olympiabahn machten starke Windböen und Schneeverwehungen Probleme. Der erste Durchgang, den Janine Flock mit 54,04 Sekunden 14 Hundertstelsekunden vor Superstarterin Elena Nikitina gewonnen hatte, wurde wegen wechselnder und damit unfairer Bedingungen gestrichen.
Dazu kam die Schrecksekunde der Kollision von Katie Tannenbaum mit einem Kehrbesen, bei der die für die Virgin Islands startende Athletin zum Glück unverletzt geblieben war. Mit Startnummer 18 war Tannenbaum in voller Fahrt gegen einen quer in der Bahn lehnenden Kehrbesen, den der Wind von der Bande hineingeweht hatte, gekracht.

Der zweite Durchgang blieb ohne Zwischenfälle. Janine Flock fuhr auf der holprigen Eispiste in 54,19 Sekunden auf Rang 3 ex-aequo mit der Deutschen Weltmeisterin Tina Hermann.
Der Sieg ging an die Russin Nikitina (54,74 Sekunden), Platz 2 an die Niederländerin Kimberley Bos (+0,28 Sekunden), die der Weltcupführenden Flock (650 Punkte) in der Gesamtwertung mit 620 Zählern auf Platz 2 näher rückte.
„Meine Performance im zweiten Lauf war nicht so super, da haben sich schon oben viele kleine Fehler eingeschlichen, die Speed gekostet haben. Das motiviert mich umso mehr für das zweite Heimrennen in der nächsten Woche“, kommentierte Janine Flock kämpferisch.

IBSF Skeleton Damen-Weltcup, Innsbruck-Igls:
1. Elena Nikitina (RUS) 53,74 Sekunden
2. Kimberley Bos (NED) + 0,28 Sekunden
3. Janine Flock (AUT), Tina Hermann (GER) +0,45

IBSF World Cup 2020/21 Skeleton
Stand nach 3 Rennen
1. Janine Flock (AUT) 650 Punkte
2. Kimberley Bos (NED) 620
3. Elena Nikitina (RUS) 587
4. Tina Hermann (GER) 568
5. Jacqueline Lölling (GER) 504

Foto: IBSF
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AUCH EIN PROTOTYP STEHT AM START

Aufatmen im Bob-Nationalteam der Herren: Nachdem eine Teilnahme am Weltcup in Sigulda wegen eines positiven Corona-Befunds nicht möglich war, kehren die Teams von Benjamin Maier und Markus Treichl am Wochenende in Innsbruck/Igls in den Rennzirkus zurück. „Alle am Montag durchgeführten Corona-Tests waren negativ. Die Burschen sind fit und brennen auf ihren Einsatz. Was die Leistungsfähigkeit angeht, werden wir erst im Wettkampf schlauer sein“, sagte Nationaltrainer Wolfgang Stampfer.

Maier ist in jedem Fall guter Dinge: „Die Vorfreude, endlich wieder Rennen zu fahren, ist riesig. Natürlich sind wir auch alle etwas angespannt, weil wir noch keinen direkten Vergleich mit der internationalen Konkurrenz hatten. Schade ist natürlich, dass keine Zuschauer zugelassen sind. Für uns wird’s aber nicht viel ändern, da wir ohnehin auch jedes Training probieren, wie einen Wettkampf zu gestalten.“

Auch Markus Treichl blickt optimistisch voraus: „Der Sommer ist noch relativ schwierig für mich gewesen, da ich lange Zeit Probleme mit teils komplizierten Verletzungen gehabt habe. Es hat lange gedauert, wieder voll zurückzukehren. Jetzt glaube ich aber schon, dass es ganz gut laufen wird.“

Treichl setzt dabei unter anderem auch auf einen Bob-Prototypen, der während des Jahres mit Unterstützung von Wolfi Stampfer und einigen Firmen gebaut wurde. „Den werden wir am Wochenende auch zum Einsatz bringen“, sagt der Pilot

Foto: IBSF
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