Österreichischer Bob- und Skeletonverband

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Maier verzichtet auf Junioren-WM

Im Jänner vergangenen Jahres holte Skeletoni Samuel Maier bei der Junioren-Weltmeisterschaft in St. Moritz die Bronzemedaille. Am kommenden Freitag geht’s im Olympia-Eiskanal in Innsbruck/Igls neuerlich um Edelmetall – Maier wird dabei aber fehlen!

„Wir haben lange überlegt. Aber es ist derzeit angesichts der Corona-Situation ein zu großes Risiko, an den Start zu gehen. Bei einer etwaigen Ansteckung, die trotz vollständiger Impfung möglich ist, würde ich meinen Start bei den Olympischen Spielen in Peking gefährden”, sagt Maier.

Das österreichische Team werden damit Julia Erlacher, Anna Saulite, Annia Unterscheider und Sandro Mai bilden.

Foto: ÖBSV
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Jetzt beginnt ein Wettlauf mit der Zeit

Mit dem Viererbewerb der Herren ging am Sonntag in St. Moritz die Bob-Weltcupsaison 2021/2022 zu Ende. Dem Quartett um Pilot Markus Sammer gelangen dabei leider keine guten Fahrten. Am Ende reichte es zu Platz 16. In der EM-Wertung belegten die Österreicher den zehnten Rang. Nationaltrainer Wolfgang Stampfer: „Wir hätten uns nach den Trainingsfahrten mehr erwartet. Aber es war heute leider vom Start weg nicht berauschend. Auch in der Bahn passierten zu viele Fehler.”

Jetzt gilt die Konzentration den Olympischen Spielen in Peking, wobei es für das Team ein Wettlauf mit der Zeit wird. Stampfer: „Benjamin Maier und Markus Sammer sind immer noch positiv. Wir müssen aber zehn Tage vor dem Abflug nach China ein negatives PCR-Testergebnis dorthin schicken. Wir hoffen, dass wir dieses zeitnahe vorlegen können. Eine Alternative wäre eine spätere Anreise. Aber dann gehen uns auf der Olympiabahn natürlich wertvolle Trainingsfahrten verloren.”

Weltcup St. Moritz:
Viererbob-Herren: 1. Kibermanis/Springis/Miknis/Nemme (Let) 2:09.38, 2. Friedrich/Grothkopp/Rödiger/Schüller (D) +0.16, 3. Geitiukevich/Mordasov/Travkin/Laptev (Rus) +0.28, 4. Hafer/Salzer/Sommer/Schneider (D) +0.30, 5. Kripps/Sommer/Stones/Dearborn (Kan) & Lochner/Bauer/Weber/Rasp (D) +0.38, … 16. Treichl/Glück/Mitterer/Eckschlager (Ö) +1.57.
EM-Wertung: 1. Kibermanis/Springis/Miknis/Nemme (Let) 2:09.38, 2. Friedrich/Grothkopp/Rödiger/Schüller (D) +0.16, 3. Geitiukevich/Mordasov/Travkin/Laptev (Rus) +0.28, 4. Hafer/Salzer/Sommer/Schneider (D) +0.30, 5. Lochner/Bauer/Weber/Rasp (D) +0.38, … 10. Treichl/Glück/Mitterer/Eckschlager (Ö) +1.57.

Foto: IBSF
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Bei der EM unter den Top-Ten

Markus Treichl und sein Partner Markus Glück sind an diesem Wochenende beim Bob-Weltcup und der gleichzeitig ausgetragenen Europameisterschaft in St. Moritz Österreichs letzte Mohikaner. Im Zweierbewerb am Samstag bot das Duo eine ansprechende Leistung, lag nach Lauf eins auf Zwischenrang neun. Nach einem etwas fehlerhaften zweiten Run büßten sie noch drei Ränge ein und landeten in der Endwertung auf Rang zwölf. Im EM-Klassement reicht es für Position zehn.

Markus Treichl: „Nach meiner jüngsten Verletzung hat es heute ganz gut gepasst, vor allem im ersten Lauf. Da war der Start okay, die Fahrt solide. Im zweiten Run haben wir am Start leider etwas nachgelassen. Für den Viererbewerb sind wir jedenfalls top motiviert.”

Nationaltrainer Wolfgang Stampfer: „Im Großen und Ganzen geht die Platzierung in Ordnung. Der Rückfall im zweiten Lauf war etwas schade. Der Fehler am Start wirkt sich in St. Moritz leider stark aus, auch die Ausfahrt aus dem Horse-Shoe hat Markus nicht optimal getroffen. Für den Viererbewerb am Sonntag sind wir zuversichtlich. Im Training hat sich die Mannschaft gut geschlagen.”

Weltcup St. Moritz:
Zweierbob Herren: 1. Friedrich/Margis (D) 2:11,76, 2. Kripps/Stones (Kan) +0.19, 3. Lochner/Bauer (D) +0.36, 4. Gaitiukevich/Mordasov (Rus) +0.45, 5. Kibermanis/Miknis (Let) +0.55, … 12. Treichl/Glück (Ö) +1.31.

Foto: IBSF
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Große Chance verpasst

Nach dem ersten Lauf beim Skeleton-Weltcup und der gleichzeitig ausgetragenen Europameisterschaft in St. Moritz lag Samuel Maier zeitgleich mit Alexander Gassner noch auf Rang drei und damit auf Medaillenkurs. Der zweite Run ging aber schief. Maier verlor vor allem nach dem Horse-Shoe enorm an Geschwindigkeit und wurde im Endklassement bis auf Rang 15 (EM-Wertung Rang zwölf) durchgereicht.

Bester Österreicher im Endklassement war damit Alexander Schlintner, der sich erstmals in dieser Saison für den zweiten Lauf qualifizieren konnte und Platz zwölf (EM-Wertung Rang elf) heraus fuhr.

Samuel Maier: „Ich hatte im Training schon Probleme mit dem Horse-Shoe, der eine ganz entscheidende Stelle in der Bahn ist. Im ersten Lauf bin ich dort auf Nummer sicher gegangen. Da ich von oben bis unten alles gut getroffen habe, war er richtig gut. Die Fahrt war an sich auch im zweiten Durchgang okay. Ich bin allerdings etwas zu früh in den Horse-Shoe rein, womit ich mir in der Folge den Lauf komplett abgestochen habe. Ich habe heute gesehen, was möglich ist. Mit meinen 22 Jahren darf so ein Fehler schon einmal passieren. Aber im Moment bin ich natürlich richtig frustriert und verärgert.”

Skeleton-Weltcup St. Moritz:
Herren: 1. M. Dukurs (Let) 2:14.39, 2. Gassner (D) +0.45, 3. Grotheer (D) +0.51, 4. Jungk (D) & Tregubov (Rus) +0.65, … 12. Schlintner (Ö) +1.34, … 15. Maier (Ö) +1.57.

Foto: IBSF
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EM-Silber und Weltcup-Zweite

Konstant, konstanter, Janine Flock: Die Tirolerin gewann bei der Skeleton-Europameisterschaft am Freitag in St. Moritz Silber, holte damit seit 2013 die zehnte EM-Medaille (3 x Gold, 3 x Silber, 4 x Bronze) in Folge! Mit Platz 4 im Weltcup schaffte Flock in der Gesamtwertung im achten und letzten Rennen noch den Sprung von 4 auf 2.

„Ich bin nach den Trainingsleistungen hier echt erleichtert, dass es mit der EM-Medaille geklappt hat und unsere Serie hält! Zehn Medaillen in Folge, mein dritter Vize-Europameistertitel, das war harte Arbeit. Danke an mein Team, das heute mit mir volles Risiko gegangen ist. Wir haben eine neue Kufe erstmals im Rennen eingesetzt und haben damit Top-Speed (Anm.: 137,8 km/h) im zweiten Lauf erzielt“, jubelt Janine Flock.

Trainer-Freund Matthias Guggenberger sieht das ähnlich: „Wir haben als Team gezeigt, dass wir im Medaillenrennen dabei sind. Janine hat sich am Start extrem entwickelt, das Materialsetup passt, wir können uns an viele äußere Bedingungen anpassen. Platz 2 im Gesamtweltcup und Vize-Europameisterin – das kann Janine niemand mehr nehmen! Das ist genau der Formaufbau, den wir uns Richtung Olympischer Spiele in Peking gewünscht haben. Dort wartet jetzt das große Ziel.“

Das letzte Rennen vor Olympia entwickelte sich zum internationalen Schaulauf: Sportlerinnen aus 7 Nationen finden sich in den Top-10 der Ergebnisliste! Ganz vorne trug sich Jaclyn Narracott als erste Skeleton-Weltcupsiegerin für Australien ein. Die 31-Jährige aus Brisbane war bislang im Weltcup nie besser platziert als auf Rang 11.

Zweite und damit Europameisterin wurde Weltcup-Dominatorin Kimberley Bos. Die 28-jährige Physiotherapeutin holte damit nicht nur den ersten EM-Titel, sondern auch den ersten Gesamtweltcupsieg im Skeleton für die Niederlande.

Weltcupfinale St. Moritz,
gilt gleichzeitig als Europameisterschaft
1. Jaclyn Narracott (AUS) 2:17,56 Minuten
2. Kimberley Bos (NED) +0,06 Sekunden = EM-Gold
3. Mirela Rahneva (CAN) +0,66
4. Janine Flock (AUT) + 0,80 (1. Lauf 1:09,16/2. Lauf 1:09,20) = EM-Silber
5. Valentina Margaglio (ITA) +0,92 = EM-Bronze

Skeleton-Weltcup
Endstand nach Rennen
1. Kimberley Bos (NED) 1390 Punkte
2. Janine Flock (AUT) 1481
3. Elena Nikitina (RUS) 1458
4. Tina Hermann (GER) 1436

Foto: IBSF
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Letzter Akt vor Olympia

Das ging rasant! Am Freitag (9 und 10.30 Uhr live auf ORF Sport +) finden auf der einzigartigen Naturbahn in St. Moritz-Celerina das Skeleton-Weltcupfinale und gleichzeitig die Europameisterschaften statt.

Janine Flock kommt als Weltcup-Titelverteidigerin und nach 7 von 8 Rennen mit einem Saisonsieg als aktuelle Gesamt-Vierte in die Schweiz. Der Rückstand auf die führende Niederländerin Kimberley Bos (1390 Punkte), die im Vorjahr Platz 3 in der Gesamtwertung belegte, beträgt 101 Punkte. Für einen Sieg gibt es 225 Weltcup-Zähler.

Bei der EM hat die Tirolerin eine stolze Serie von 9 Medaillen (3 x Gold, 2 x Silber, 4 x Bronze) in Folge seit 2013 zu verteidigen. Regierende Europameisterin ist die russische Sprintrakete Elena Nikitina, derzeit auf Platz 2 (1322 Punkte) in der Gesamtwertung.

„Diese Serie will ich natürlich nicht reißen lassen“, sagt Flock kämpferisch. „Obwohl ich im Training gesehen habe, dass hier einige meiner Konkurrentinnen saumäßig schnell sind.“ Allen voran die Kanadierin Mirela Rahneva und die deutsche Weltmeisterin Tina Hermann (aktuelle Gesamt-Dritte mit 1322 Zählern) mit Spitzengeschwindigkeiten von knapp 139 km/h.

„Ich habe eine 50:50-Chance, wie ich den Horse Shoe (Anm.: ein U-Turn in der Mitte der ältesten Bob-Bahn der Welt) erwische. Da habe ich im Training bei einigen Fahrten meine Probleme gehabt und viel Speed liegen lassen. Ich werde alles versuchen, um gut zu performen. Ich liebe dieses Natureis und das Dahingleiten auf dieser einmaligen Bahn, auch das Wetter ist ein Traum, ich werde das Rennen genießen!“

Foto: IBSF
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