Österreichischer Bob- und Skeletonverband

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Enttäuschender Nachmittag

Es war ein gebrauchter Tag, den Österreichs Skeleton-Herren am Freitag beim Weltcup in Sigulda erwischten. Von den Spitzenplätze waren sie weit entfernt. Samuel Maier landete am Ende auf Rang 16, Alexander Schlintner schaffte bei seinem Weltcup-Comeback nicht die Qualifikation für Lauf zwei und klassierte sich auf Rang 26.

Samuel Maier: „Leider war ich heute beim Start in beiden Läufen zu langsam. Die erste Fahrt war schlampig und deutlich schlechter als im Training. Im zweiten war ich bis Kurve zwölf recht schnell, habe dann zu viel riskiert, bin in die Bande gekracht und hab mir damit die Geschwindigkeit total abgestochen. Sigulda verzeiht solche Fehler nicht. Ich habe natürlich auch gemerkt, dass ich der vergangenen Saison hier nicht gefahren bin. Für die nächsten Rennen bin ich aber durchaus zuversichtlich.”

Skeleton-Weltcup Sigulda:
Herren: 1. T. Dukurs (Let) 1:41.36, 2. M. Dukurs (Let) +0.06, 3. Jung (Kor) +0.37, 4. Rukosuev (Rus) +0.38, 5. Gassner (D) +0.54, … 16. Maier (Ö) +1.43, … 26. Schlintner (Ö).

Foto: IBSF
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Eisiger Silvesterlauf in Sigulda

Letztes Weltcuprennen des Jahres am Silvestertag in Sigulda: Janine Flock geht am Freitag (8.30 Uhr und 10 Uhr MESZ, live auf ORF Sport +) mit Startnummer 9 und dem Selbstvertrauen einer Doppelsiegerin des Vorjahres in den Eiskanal. „Ich weiß, dass ich hier schnell sein kann. Aber das sind die anderen auch!", relativiert Flock, die nach fünf Rennen im Skeleton-Weltcup auf Rang vier liegt.

Die kurze Weihnachtspause verbrachte die 32-jährige Heeressportlerin in Lettland in erster Linie mit Starttraining auf der Eisbahn. „Das ist sehr gut gelaufen. Außerdem konnte ich wieder mein Krafttraining voll durchziehen."

Im modernen 1420 Meter langen Eiskanal von Sigulda suchte die Tirolerin im Training noch die Ideallinie: „Es war brutal kalt und rutschig. Da war kein perfekter Lauf dabei, aber es gab immer wieder gute Passagen. Am Renntag werde ich versuchen diese Abschnitte optimal zusammenzufügen." Es brauche vor allem im unteren Teil „viel Mut" aber die Bahn hätte in erster Linie „einen geilen Rhythmus".

Apropos Rhythmus: Mit Sigulda, Winterberg und dem Saisonfinale in St. Moritz sind es bis Mitte Jänner nur noch drei Rennen bis Olympia. „Ja, brutal wie die Zeit vergeht, aber ich mache mich deshalb nicht verrückt, fühle mich innerlich ruhig und für die kommenden Wochen gut vorbereitet", erklärt Flock.

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Jubiläums-Sieg im Jubiläums-Rennen

Was für eine beeindruckende Vorstellung von Janine Flock bei ihrem 90. Weltcuprennen!

Die Tirolerin verteidigte am Freitag im regnerischen Sigulda ihre Halbzeitführung, holte ihren zehnten Weltcupsieg mit 0,17 Sekunden Vorsprung auf die Russin Yulia Kanakina und 0,34 Sekunden vor der Gesamtweltcupführenden Kimberley Bos (NED). Es war nach ihrem Doppelsieg im Vorjahr der dritte Sieg in Folge, der Sigulda-Hattrick für Flock.

Im Gesamtweltcup machte die Titelverteidigerin damit einen Sprung von 4 auf 2. Flock liegt mit 1129 Punkten hinter Bos (NED/1165 Punkte), knapp vor Weltmeisterin Tina Hermann (GER/1124) und Europameisterin Elena Nikitina (RUS/1122).

„Heute habe ich das erste Mal bei der Hymne Tränen in den Augen gehabt. Ich war sehr gerührt", sagte Janine Flock, die seit ihrem Heim-Sieg am 18. Dezember des Vorjahres in Innsbruck auf diesen Jubiläums-Erfolg warten hatte müssen. „Die Arbeit hat sich ausgezahlt, ich habe mich auch am Start wieder ein bisschen verbessern können. Das gesamte Team hat super zusammengespielt, wir haben die richtigen Kufen für diese Plusgrade herausgesucht, Matthias hat sich da voll reingehängt. Wir sind am richtigen Weg."

Der angesprochene Trainer-Freund Matthias Guggenberger sieht das genauso: „Dieser Sieg war wichtig für den Kopf. Ein guter Jahresabschluss auf einer technisch schwierigen Bahn, jetzt können wir alle beruhigter ins neue Jahr gehen. Wir brauchen Richtung Olympia nicht nervös werden, sondern müssen einfach konsequent weiterarbeiten und aus unseren Fehlern lernen." Eng genug gehe es im Kampf um die Spitze zu: „Vier verschiedene Siegerinnen in sechs Rennen, zeigt, wie eng es da vorne zugeht. Aber wir wissen, dass wir vorne mit dabei sind.".

Weltcup #6 Sigulda:
1. Janine Flock (AUT) 1:44,64 (1. Lauf 52,15/2. Lauf 52,49)
2. Yulia Kanakina (RUS) +0,17
3. Kimberley Bos (NED) +0,34
4. Kim Meylemans (BEL) +0,37
5. Elena Nikitina (RUS) +0,46
6. Tina Hermann (GER) +0,53

Foto: IBSF
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Neustart am Silvestertag

Nach der kurzen Weihnachtspause geht’s am Silvestertag für die Skeleton-Asse im Weltcup wieder los. Für Österreichs Herren stehen im lettischen Sigulda Samuel Maier und Alexander Schlintner am Start. Beide ziehen nach den Trainingsläufen eine relativ zufriedene Bilanz.

„In der vergangenen Saison musste ich ja wegen Corona nach Hause fahren und konnte in Sigulda nicht starten. Deshalb fehlen mir natürlich ein paar Fahrten. Während der Woche im Training ist es aber sehr gut gelaufen. Es sind aber auch viele andere schnell unterwegs, das Niveau ist enorm hoch. Es ist schwer zu sagen, wer im Rennen noch zulegen kann. Es wird auf alle Fälle ein spannender Bewerb. Und wir werden schauen, was am Ende raus kommt”, sagt Maier.

Schlintner feiert sein Comeback auf die Weltcup-Tour und ist voller Vorfreude: „Ich bin glücklich, wieder im Weltcup starten zu dürfen. Gerade hier in Sigulda, wo ich auch im vergangenen Winter am Start stand. Im Training ist es mal gut, mal etwas schlechter gelaufen. Ich habe noch gewisse Probleme mit Kurve 13. Es hat aber auch Läufe gegeben, in denen ich gut durchgekommen bin. Das hoffe ich auch für das Rennen.”

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Optimistisch in die Sigulda-Bewerbe

In Sigulda geht’s für das Österreichische Boblager am Samstag und Sonntag im Weltcup weiter, wobei in Lettland kein Viererbewerb gefahren wird. Nationaltrainer Wolfgang Stampfer schätzt die Chancen ein.

„Mit den Trainingsfahrten waren wir im Großen und Ganzen sehr zufrieden. Benjamin Maier hat sehr gute Fahrten gezeigt, sollte um die vorderen Plätze mitfahren können”, sagt der Chefcoach. Markus Treichl plagt eine Oberschenkelverletzung, die er sich in Altbenberg zugezogen hatte und die er über Weihnachten nicht gänzlich auskurieren konnten. „Wir stellen ihm den Start frei. Wenn er die Rennen bestreitet, muss er möglicherweise sitzend starten, da wir im Hinblick auf Olympia nichts riskieren wollen”, erklärt Stampfer.

Katrin Beierl kam im Zweier-Training zu Sturz, absolvierte danach einen Sicherheitslauf. „Sie und Jennifer Onasanya haben sich am Start aber verbessert. Wenn sie durchkommen, könnten sie den Aufwärtstrend von den letzten Rennen fortsetzen. Im Monobob hat Kati einen sehr guten Abschlusslauf gezeigt.”

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Zwei Top-Ten-Plätze im Vierer

Der Viererbewerb beim Bob-Weltcup in Altenberg verlief für Österreichs Herren erfreulich. Das Team von Benjamin Maier verpasste einen Stockerlplatz nur um vier Hundertstel und klassierte sich auf Rang vier. Das Quartett um Markus Treichl holte wie vor einer Woche in Winterberg Rang zehn. Damit sicherte er sich auch endgültig das Olympiaticket für Peking!

„Insgesamt können wir mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden sein. Heute ist es etwas schade. Wir waren am Start um ein, zwei Hundertstel zu langsam, auch kleinere Fahrfehler waren dabei. Da wird man dann auf so einer Bahn sofort bestraft. Wichtig war, dass wir bisher verletzungsfrei durch den Winter gekommen sind. Jetzt freuen wir uns darauf, bis nach Weihnachten mal etwas durchatmen zu können”, sagte Benjamin Maier.

Markus Treichl: „Es ist super gelaufen, die Fahrten waren ziemlich gut. Vor dem zweiten Lauf hab’ ich beim Aufwärmen leider im Oberschenkel einen leichten Krampf bekommen. Das hat sich etwas am Start ausgewirkt. Aber wir sind mit Rang zehn sehr glücklich.“

Nationaltrainer Wolfgang Stampfer meinte: „Es ist erfreulich, das beide Teams sehr gut waren. Benni war wieder in Schlagdistanz zum Podium. An noch besseren Starts arbeiten die Burschen intensiv. Markus hat mit zwei soliden Läufen die Leistung vom vergangenen Wochenende bestätigt und gezeigt, dass er ein Top-Ten-Fahrer ist.”

Verpatzter erster Lauf

Katrin Beierl und Partnerin Jennifer Onasanya verpatzten im Zweierbewerb der Damen leider den ersten Lauf. Im zweiten zeigte das Duo dann mit der siebtbesten Zeit, was möglich wäre. Stampfer: „Kati hat aufsteigende Tendenz gezeigt. Darauf lässt sich aufbauen.”

Bob-Weltcup Altenberg:
Viererbob Herren: 1. Friedrich/Margis/Grothkop/Schüller (D) 1:48.88, 2. Kripps/Sommer/Stones/Coackwell (Kan) +0.28, 3. Gaitiukevich/Mordasov/Travkin/Laptev (Rus) +0.35, 4. Maier/Moldovan/Sammer/Huber (Ö) +0.39, 5. Kibermanis/Springis/Kaufmanis/Nemme (Let) +0.67, … 10. Treichl/Mitterer/Glück/Eckschlager (Ö) +1.17.
Zweierbob Damen: 1. Kalicki/Buckwitz (D) 1:54.49, 2. Jamanka/Burghard (D) +0.22, 3. Humphries/Hoffman (USA) +0.43, 4. Meyers Taylor/Gibbs (USA) +0.48, 5. Makarova/Mamedova (Rus) +0.83, … 13. Beierl/Onasanya (Ö) +1.50.

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