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Noch diese Woche geht's auf die Bahn

Sechs Wochen nach der Bandscheiben-OP im Sanatorium Kettenbrücke in Innsbruck ist Janine Flock in kontrollierten Schritten unterwegs zum Skeleton-Weltcup-Comeback.
Die 33-jährige Heeressportlerin ist mit dem Verheilungsverlauf der Bandscheibe zufrieden: „Es wird noch ein bisschen dauern, ich halte mich streng an den Therapie-Plan. Aber wir liegen gut in der Zeit!“
Gemeinsam mit dem Team von Sporttherapie Huber in Rum bei Innsbruck arbeitet Janine Flock an ihrer sportlichen Rückkehr: „In der ersten Phase gab es ganz simple Übungen, um die Muskulatur so gut wie möglich zu erhalten. Jetzt bauen wir seit einiger Zeit schon wieder Rumpfmuskulatur auf. Ich arbeite im Pool mit Aquajogging, Laufschule und Kurzintervall-Sprints. Wochen für Woche wird das Programm gesteigert. Aber alles mit großer Vorsicht und immer mit einem Auge darauf, was mein Körper wirklich verträgt.“
Flock ergänzt ihr Aufbauprogramm neben Lymphdrainagen und Physiotherapie auch mit einer Virtual-Reality-Brille namens „improvr“: „Da sind neuroathletische Übungen drauf, die das zentrale Nervensystem anregen. Da geht es in erster Linie um das Visuelle, das Einfluss hat auf meine Bewegungsabläufe hat. Das mache ich im Moment als Warm-up vor der Physiotherapie.“
Auch Kreuzheben mit der Langhantel ist schon wieder möglich. „Zuerst haben wir die Übungen ohne Gewicht, dann mit der Langhantel und ganz wenigen Kilos gemacht. Der Load wird langsam erhöht, damit sich die Bandscheibe wieder an das Gewicht gewöhnen kann“, erklärt Flock. Auch Joggen auf der Laufbahn soll bald wieder möglich sein.
Es wäre nicht die zweifache Gesamtweltcupsiegerin und Gewinnerin von 13 EM- und WM-Medaillen Janine Flock, wenn es sie nicht auch schon auf die Eisbahn ziehen würde. In dieser Woche öffnet die Olympiabahn daheim in Innsbruck/Igls ihre Pforten. Die Trainingsläufe sind mit Skeleton-Gesamtweltcupsiegerin und Olympia-Bronzemedaillengewinnerin Kimberley Bos (NED), dem italienischen Nationalteam und Olympia-Silbermedaillengewinnerin Jaclyn Narracott (AUS) prominent besetzt. Flock: „Ich werde eine Begehung machen, mir anschauen, wie die Bahn dasteht. Schließlich möchte ich mich ja auch bald wieder auf den Schlitten legen. Ich werde die Zeit neben der Bahn nutzen und mir meine Kolleginnen ganz genau anschauen.“
Ziel ist es, Ende Jänner 2023 „fit und gesund“ bei der WM in St. Moritz am Start zu stehen. „Ich schaue nicht aufs Datum, sondern auf meinen Körper und darauf, dass mein Rücken wieder ganz gesund wird. Ich habe jetzt die Chance, alle Dysbalancen und Wehwehchen ein für alle Mal auszukurieren. Aber ich muss auch erst den Quotenplatz für die WM herausfahren. Deshalb bin ich froh, so ein super Team um mich herum zu haben. Ich meine damit auch meine Partner und Sponsoren, wie die Firma Rathgeber. Die stehen alle hinter mir und diese Verlässlichkeit gibt mir große Sicherheit beim Weitermachen!“
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