Österreichischer Bob- und Skeletonverband

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Kati auf Solopfaden

Die Euphorie hält sich in Grenzen, denn „Bobfahren ist für mich eigentlich schon ein Teamsport.“ Nichts desto trotz wird Kati Beierl am Samstag in Winterberg erstmals rennmäßig in den Monobob steigen. Der internationale Verband will die Frauenquote steigern. 2022 wird im Monobob auch um olympische Medaillen gekämpft. Und die Plätze für Olympia werden über eine Kombi-Wertung aus Zweier- und Monobob vergeben.

Die Monobob-World-Series startet am Wochenende. „Spaß macht es nicht sonderlich. Denn ich sitze zwar alleine im Sportgerät, brauche aber bis zu drei Personen, die mir helfen, den Bob rumzutragen. Der ist nich viel leichter als ein Zweierbob“, sagt Beierl, die bisher fünf Fahrten im neuen fahrbaren Untersatz in Königssee gemacht hat. „Der Bob ist top, und ich bin dankbar, dass er mit Hilfe des Sportministeriums finanziert wurde. Sonst hätte es mit der Anschaffung äußerst problematisch ausgeschaut“, sagt die Wahl-Innsbruckerin.
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DOPPELSIEG MIT STRECKENREKORD

Vier Laufbestzeiten, dreimal Streckenrekord, Doppelsieg beim Weltcup-Auftakt. So liest sich die Zusammenfassung der vergangenen sieben Tage bei der Weltcup-Doppelveranstaltung im lettischen Sigulda für Skeleton-Athletin Janine Flock.

„Cool, dass ich das Gelbe Trikot der Weltcup-Führenden behalten darf. Am liebsten würde ich es bis zum Ende der Saison nicht mehr aus meiner Tasche geben“, schmunzelte Janine Flock nach ihrem insgesamt achten Weltcupsieg.

Im ersten Lauf verbesserte die 31-jährige Heeressportlerin ihren in der Vorwoche aufgestellten Streckenrekord im lettischen Eiskanal mit 51,47 Sekunden um 2 Hundertstel, im zweiten drückte sie diesen noch einmal um eine Hundertstelsekunde auf 51,46.

„Das war der Start! Diese 5:14 Sekunden machen mich echt happy. Da steckt viel Athletik-Arbeit dahinter. In der Bahn habe ich dann vor allem im unteren Teil über die Position am Schlitten wieder alles rausholen können und gut Geschwindigkeit aufgebaut. Das ist im Wettkampf eine Stärke von mir“, erklärte die Tirolerin, die Europameisterin Elena Nikitina (RUS), die im Februar 2020 in Sigulda ihren zweiten EM-Titel gewonnen hatte, mit 0,65 Sekunden Rückstand auf Platz 2 und Weltmeisterin Tina Hermann (GER) sowie die Niederländerin Kimberley Bos (beide 0,80 Sekunden zurück) auf Platz 3 verwies.

Zum Feiern bleibt wenig Zeit: „Die Bahnarbeiter bekommen vier Kisten Bier und ich ein Mittagessen und danach einen guten Kaffee.“

Am Samstag wird nach mehr als fünf Wochen in Lettland zusammengepackt und dann geht es am Sonntag mit dem Toyota Coralla Hybrid 1.410 Kilometer von Sigulda nach Wien. Flock: „Zum Autowechseln bei meinem Mobilitätspartner Toyota und dann weiter Richtung Heimat.“ Wo am 11. und 18. Dezember eine Weltcup-Doppelveranstaltung in Innsbruck-Igls am Plan steht.

Skeleton Weltcup Sigulda:
1. Janine Flock (AUT) 1:42,93 (51,47/51,46 Streckenrekord)
2. Elena Nikitina (RUS) + 0,65
3. Kimberley Bos (NED) + 0,80
3. Tina Hermann (GER) + 0,80
5. Laura Deas (GBR) + 1,07
6. Kim Meylemans (BEL) + 1,15
7. Jacqueline Lölling (GER) +1,308. Ashleigh Fay Pittaway (GBR) + 1,429. Yulia Kanakina (RUS) + 1,5210. Anna Fernstaedt (CZE) + 1,55

IBSF World Cup 2020/21 SkeletonStand nach 2 Rennen:
1. Janine Flock (AUT) 500 Punkte
2. Kimberley Bos (NED) 410
3. Tina Hermann (GER) 368
4. Elena Nikitina (RUS) 362

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DIE KRUX MIT DEM VISIER

Nach dem tollen Saisonstart in den Bob-Weltcup mit Rang zwei in Sigulda wollten Kati Beierl und ihre Bremserin Jennifer Onasanya am Samstag in Lettland nachlegen und neuerlich einen Podestplatz einfahren. Mit Rang vier ist das leider nicht ganz gelungen, wofür es mehrere Gründe gab.
Nationaltrainer Wolfgang Stampfer: „Der erste Lauf war nicht ganz astrein, trotzdem hat die Zeit an und für sich gepasst. Im entscheidenden Durchgang ist Kati dann während der Fahrt das Visier vom Helm weggebrochen. Das hat sie natürlich entsprechend behindert, zumal sich das dann auch auf die Aerodynamik negativ auswirkt. So waren die deutsche Bobs heute nicht zu biegen.”

Für Beierl geht es jetzt direkt weiter nach Winterberg, wo sie am kommenden Wochenende ihren ersten Monobob-Bewerb der Saison bestreiten wird.

Damen-Bob Weltcup Sigulda: 1. Nolte/Fiebig (D) 1:42.37, 2. Jamanka/Mark (D), Kalicki/Strack +0.24, 4. Beierl/Onasanya (Ö) +0,47, 5. Hasler/Naef (Sz) +0,94.

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PODESTPLATZ WIEDER IM VISIER

Mit Rang zwei am vergangenen Wochenende sorgten Bob-Pilotin Kati Beierl und ihre Partnerin Jennifer Onasanya gehörig für Furore. Nun will das Duo beim zweiten Weltcup in Sigulda am kommenden Samstag nachlegen.

„Natürlich wollen wir die Leistung vom Saisonstart bestätigen. Wenn es wieder für einen Podestplatz reichen würde, wären wir hochzufrieden“, sagt Nationaltrainer Wolfgang Stampfer.

Insgesamt werden nur sieben Bobs am Start stehen. Denn nach Trainingsstürzen starten die Teams aus Polen und Frankreich nicht. „Da wird’s schon etwas zittrig bei so einem kleinen Feld. Aber es hilft nichts, wir müssen uns auf uns selbst konzentrieren“, meint Stampfer.

Die Hauptgegnerinnen für Beierl/Onasanya sind wieder im deutschen Lager zu finden. Stampfer: „Wir waren diese Woche in einer anderen Trainingsgruppe als die Deutschen eingeteilt. Der direkte Vergleich hat deshalb gefehlt.“

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SCHRITT IN DIE RICHTIGE RICHTUNG

„Es wär mehr drinnen gewesen“, bilanzierten Skeleton-Pilot Florian Auer und Nationaltrainer Walter Stern übereinstimmend nach dem zweiten Weltcup-Bewerb in Sigulda, den der Tiroler Pilot auf Rang elf beendete. „Im Vergleich zur Vorwoche war’s eine deutliche Steigerung in einem äußerst schwierigen weil unglaublich schnellen Rennen. Die Bahnrekorde sind nur so gepurzelt“, sagte Auer.

Der vor allem damit haderte, dass er im zweiten Lauf von Kurve zwölf in Richtung Kurve 13 heftig links in die Bande eingestochen hatte: „Das kostet Geschwindigkeit. Ich hab’ da sicher zwei bis drei Zehntel liegen gelassen. Aber die Richtung passt jetzt wieder. Ich bin zufrieden, dass ich meinen Platz aus dem ersten Lauf verteidigen konnte.“

Weltcup-Debütant Alexander Schlintner landete auf Rang 14. „Damit können wir sehr zufrieden sein. Alex hat seine Bestzeit aus dem Europacup im Vorjahr um über neun Zehntel verbessert. Er ist absolut ein Versprechen für die Zukunft“, sagte Stern.

Skeleton-Weltcup Sigulda, Herren: 1. M. Dukurs (Let) 1:38.91, 2. T. Dukurs (Let) +0.19, 3. Wyatt (GBR) +0.94, … 11. Auer (Ö) +2.08, … 14. Schlintner (Ö) +2.27.

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KATI JUBELT ÜBER RANG ZWEI

Riesige Freude im österreichischen Boblager! Kati Beierl und ihre Partnerin Jennifer Onasanya schafften beim Weltcup-Start im lettischen Sigulda erstmals den Sprung aufs Podest, landeten hinter der deutschen Paarung Mariama Jamanka/Vanessa Mark mit nur 0,13 Sekunden Rückstand sensationell auf Rang zwei. Und das, obwohl Beierl die Bahn in Sigulda eigentlich überhaupt nicht mag.

„Als wir vor zwei Jahren erstmals hier waren, sind wir dauernd gestürzt. Dafür war das heute schon recht gut“, lachte die Bob-Pilotin. Die den Blick bereits aufs kommende Rennwochenende in Sigulda richtete: „Speziell am Start können wir noch einiges verbessern, aber auch in der Bahn. Wir sind aber happy, dass wir nach der erzwungenen Abreise unserer Burschen etwas zählbares mitnehmen konnten.“

Auch bei Nationaltrainer Wolfgang Stampfer war der Jubel groß: „Das haben die beiden Mädels super gemacht. Vor allem der zweite Lauf war richtig gut. Und wenn Kati im ersten nicht auf der Gerade einen Quersteher gehabt hätte, wäre es um Platz eins noch deutlich knapper geworden.“

Bob-Weltcup Damen, Sigulda: 1. Jamanka/Mark (D) 1:42.56, 2. Beierl/Onasanya (Ö) +0.13, 3. Kalicki/Galander (D) +0.58, 4. Hasler/Naef (Sz) +0,96, 5. Boch/Senechal (Fra) +1.01.

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